Autofahren in Island: Wissenswertes und Tipps

Ein Land wie Island ist wie gemacht um mit dem Auto bei einem ausgedehnten Road Trip erkundet zu werden. Die Sehenswürdigkeiten in Island sind weit über das Land verteilt und liegen größtenteils entlang der Ringstraße.

Als ich diesen Artikel schreibe habe ich insgesamt etwas über drei Monate auf Island verbracht und drei Road Trips rund um die Insel hinter mir. Hier möchte ich meine Erfahrungen im Bezug auf Verkehrsregeln, Mietwagen und Allgemeine Tipps mit euch teilen. Wer beim Flug nach Island clever spart kann ein paar Euro in einen Mietwagen zur individuellen Erkundung der Insel investieren.

Wissenswertes und Tipps zum Autofahren in Island

Wer in Deutschland viel Auto fährt, wird sich in Island damit nicht schwer tun. Die Isländer fahren sehr entspannt, die Verkehrsregeln sind zu größten Teilen identisch mit unseren und die Verkehrsschilder sind auch ohne hiesige Sprachkenntnisse gut zu verstehen.

Ein paar Kniffe gibt es allerdings und diese haben nicht nur mit den Wetterbedingungen oder den Straßenbeschaffenheiten in den Highlands zu tun. Neben den Tempolimits und Vorfahrtsregeln gibt es ein paar Dinge zu beachten wenn man entspannt und sicher über die Insel fahren möchte.

Geschwindigkeit

Auf Island gelten im Grunde nur zwei generelle Tempolimits: In Ortschaften darf man mit einem PKW maximal 50km/h fahren. Außerhalb geschlossener Ortschaften, also auf den Landstraßen, sind maximal 90km/h erlaubt (auf Schotterpisten nur 80km/h).

Innerhalb von Ortschaften wird man oft auch Bereiche mit 30km/h sehen.

Die Isländer selbst sind sehr oft markant schneller unterwegs, was insbesondere bei miesen Straßenverhältnissen im Winter nicht selten auf Unverständnis bei Touristen stößt. Man sollte hier einfach mit Gelassenheit reagieren, die Einheimischen fahren hier jeden Tag und sind abgehärtet gegen rutschige Straßen und schlechte Bedingungen. Am besten man lässt sie einfach zügig passieren und fährt dann in eigenem Wohlfühltempo weiter.

Kreisverkehr

Eine wichtige Verkehrsregel für jeden, der in Island Auto fahren möchte:

In Island haben, bei mehrspurigen Kreisverkehren, die innen fahrenden Fahrzeuge Vorfahrt!

Das heißt, wer außen fährt muss sich nach links umschauen um zu prüfen ob ein anderes Fahrzeug den Kreisverkehr verlassen möchte. Ist das der Fall, muss man dem anderen Fahrzeug Vorfahrt gewähren und kann erst danach weiterfahren.

Straßenqualität

Die Staßen in und um Reykjavík sind asphaltiert und in guten Zustand. Im Winter leiden die Straßen allerdings sehr und können dadurch im Frühjahr Schäden wie abbröckelnde Seiten oder Schlaglöcher aufweisen. Generell empfiehlt es sich, langsam und vorrausschauend zu fahren.

Eine typische Straße in Island

Eine typische Straße in Island

Die Ringstraße in Island ist größtenteils asphaltiert, wird im Winter relativ regelmäßig von Schnee geräumt und ist einfach und komfortabel zu befahren. Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass die meisten Isländer Geländewagen als Standard ansehen und diese einiges mehr vertragen, als ein Kleinwagen. Wenn du also einen Kleinwagen gemietet hast, solltest du etwas vorsichtiger fahren als in einem großen Jeep!

Viele Seitenstraßen und auch ein paar Teile der Ringstraße sind nicht asphaltiert und können getrost in der Kategorie Schotterpiste eingeordnet werden. Hier gilt 80km/h als Tempolimit, welches ebenfalls für Geländewagen zu verstehen ist. Ich rate dringend davon ab, mit einem normalen PKW diese Geschwindigkeitsvorgaben auszureizen!

Eine Schotterpiste in Island

Eine Schotterpiste in Island

Bei Vegagerdinz könnt ihr euch aktuelle Infos zu den Straßenverhältnissen holen (oder +354 1777 anrufen).

Straßen in den Highlands – Die F-Roads

Die F-Roads in Island sind Bergstraßen im Hochland. Diese dürfen nur mit Fahrzeugen befahren werden, die dafür als geeignet markiert sind. Das gilt natürlich insbesondere im Bezug auf eure Versicherung.

Die F-Roads in den Highlands von Island sind oft gesperrt, was meist wetterabhängig entschieden wird. Schnee, starker Regen und Wind können dazu führen das Passagen ganz oder teilweise gesperrt werden. Diese Sperrungen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, die Straßenwacht hier hat Jahrzehntelange Erfahrung und weiß sehr genau, wann eine Straße zu sperren ist.

Auch für die F-Roads könnt ihr euch bei Vegagerdinz über die derzeitigen Bedingungen informieren (oder +354 1777 anrufen).

Mautstraßen

Wer von Reykjavík aus die Ringstraße um Island im Uhrzeigersinn entlang fährt, wird schon nach wenigen Kilometern eine Mautstraße durch einen Tunnel vorfinden. Die Durchquerung kostet 1000 ISK und gilt für eine Richtung.

Außer dieser Strecke ist mir keine weitere Mautstraße in Island bekannt, sodass sich die Kosten hierfür sehr im Rahmen halten sollten.

Tanken

Tankstellen in Island funktionieren ähnlich wie im Rest Europas. Sie haben in städtischen Gebieten meist bis 22:00 oder sogar Mitternacht geöffnet und meist haben sie kleine bis mittlere Shops integriert.

An der Zapfsäule findet ihr Normalbenzin, Super (manchmal auch SuperPlus) und Diesel. Diesel ist in Island teurer als Benzin, durch den geringeren Verbrauch fährt man mit einem Mietwagen mit Dieselmotor aber meist immer noch etwas günstiger als mit dem vergleichbaren Benziner.

Ein wichtiger Unterschied ist bei den unbemannten Tankstellen zu beachten. Diese finden sich in abgelegenen Gebieten und können mit Prepaid Karten (bei N1 bspw.) oder mit Kredikarten (mit PIN) genutzt werden. Die Menüs dieser Tankstellen sind oft nur in isländisch und man muss sich durchkämpfen. Es empfiehlt sich aber auf jeden Fall eine Tankkarte in Reykjavik zu kaufen und eine solche Zapfsäule mit der eigenen Kreditkarte zu testen während man in Reichweite von Locals ist. So ist man für den Ernstfall gut vorbereitet.

Parken

Auch wenn es so aussieht: Man darf in Island nicht überall wild parken!

Insbesondere im Winter habe ich folgendes oft beobachten müssen: Touristen fahren an Sehenswürdigkeiten entlang und fahren einfach mitten auf der Straße rechts ran um Fotos zu schießen. Das ist falsch und vor allem sehr gefährlich: Nachfolgender Verkehr muss darauf reagieren und insbesondere bei schlechten Straßenverhältnissen (Schnee, Schotter) kann das schnell gefährlich werden. Deshalb sollte man immer ausgewiesene Parkplätze für Fotoaufnahmen anfahren.

In Reykjavík bspw. darf man auf der Haupteinkaufstraße –  Laugavegur – überhaupt nicht parken. Die Polizeit verteilt hier regelmäßig Knöllchen!

Außerdem ist das Parken vor Feuerhydranten verboten, die auffällig gelbt/rot gekennzeichnet sind. Außerdem ist das Parken vor und nach Bushaltestellen verboten (20m) und das Parken im Bereich von Kreuzungen und Straßeneinmündungen (10m).

Parkhinweise sind auf der Straße durch gelbe Linien gekennzeichnet. Auf einer unterbrochenen Linie darf angehalten, aber nicht geparkt werden. Auf einer durchgezogenen gelben Linie gilt absolutes Halteverbot.

Generell sind aber verhältnismäßig viele Parkplätze vorhanden, sodass man nicht in die Verlegenheit kommen dürfte, irgendwo nicht parken zu können.

Doppelte Ampeln

Da ich es aus Südafrika gewohnt bin, ist es mir ehrlich gesagt nie wirklich aufgefallen und mich hat ehrlich gesagt auch noch nie jemand gefragt. Im Alltag habe ich es aber doch ab und zu mitbekommen und deshalb hier ein kurzer Nachtrag zu den doppelten Ampeln. Die findet man nicht an jeder Ecke / Kreuzung aber an einigen eben doch: Es gibt eine Ampel an der Stelle an der das Auto stehen soll und eine an einer Stelle wo man sie ggf. gut sehen kann. Das hilft einfach, wenn man mal ein paar Meter zu weit gefahren ist, denn man muss nicht zurücksetzen sondern kann die Backup-Ampel im Auge behalten. Manchmal sind die Leute dann verwirrt und je nach Verkehrsführung kann es schnell mal passieren, dass man nicht an der eigentlichen sondern an der zweiten Ampel hält. Außerdem sind die Leute oft verwirrt wenn sie bei Grün abbiegen, die Backup-Ampel dann aber schon rot anzeigt und bleiben dann vor dieser stehen. Das ist wirklich nicht gut, denn oft versperrt man dann anderen den Weg, daher bitte vorsichtig sein und versuchen immer an der richtigen Stelle zum Stehen zu kommen.

Mietwagen buchen

Für die meisten die naheliegendste Option dürfte die Buchung eines Mietwagen für die Islandreise sein. Neben vielen lokalen Anbietern gibt es natürlich auch große, internationale Anbieter aus Europa und den USA.

Ich habe mich lange Zeit an große Anbieter gehalten oder generische Vergleichsseiten genutzt, bis ich immer öfter gutes Feedback zu der Reiseplattform Guide to Iceland bekommen habe. Hier findet man neben einer großen Auswahl an Touren auch günstige Mietwagen in Island. Für meine nächste Reise habe ich also dort gesucht und gemietet, dabei haben mich vor allem zwei Faktoren überzeugt: Zum Einen werden dort viele kleine / lokale Anbieter gelistet die man sonst vielleicht nichtmal kennt. Zum Anderen gibt es eine Tiefpreisgarantie: Ich kann also nochmal gesondert auf die Suche gehen und wenn ich denselben Wagen woanders günstiger finde, wird mir die Differenz erstattet.

Mein Mietwagen für den dersten Road Trip in Island

Mein Mietwagen für den ersten Road Trip in Island

Navigationsgerät für Island?

Ich habe auf ein etxra Navigationsgerät für meine Mietwagen in Island immer verzichtet und habe mir lieber eine lokale SIM Karte für mobiles Internet in Island gekauft. Damit kann ich unterwegs online sein und Informationen besorgen wenn ich sie brauche sowie Google Maps zur Navigation benutzen.

Wer lieber Offline navigieren möchte, kann sich für kleines Geld Navi-Apps auf sein Smartphone laden, zum Beispiel Skobbler für iPhone oder Scout für Android.

Allrad oder Jeep?

Die Fragen ob man ein Allradfahrzeug anmieten sollte muss jeder anhand seiner Reiseroute selbst beantworten.

Wer im Sommer die Ringstraße umrunden will, kann jede Art von PKW anmieten. Ein Allradwagen ist nicht nötig.

Wer im Sommer in die isländischen Highlands reisen möchte, braucht ein dafür zugelassenes Fahrzeug. Ein kleiner PKW mit Allradantrieb kann diesen Zweck erfüllen. Für Flußüberquerungen und höhere Lagen (>1000m) sollte man sich einen ordentlichen Jeep mieten und wissen wie man diesen bedient.

Wer im Winter unterwegs ist, sollte zuerst über die eigenen Grenzen nachdenken. Bei einem Kleinwagen ohne Allradantrieb dürften diese bei den meisten Fahrern im Innenstadtbereich liegen. Ein Allradantrieb bringt einen in’s Umland, aber ein großer Jeep noch lange nicht in die Highlands.

Fragt euch, was ihr euch zutrauen möchtet und könnt und wählt darauf basierend ein Fahrzeug welches dieses Vorhaben möglichst komfortabel und sicher unterstützen kann. Wenn ihr euch unsicher seid, schreibt mir hier gerne einen Kommentar und ich versuche euch zu helfen!

Versicherung

Ein wichtiges – vielleicht das wichtigste – Thema beim Mietwagen für Island ist die Versicherung. Die meisten Anbieter beinhalten im Standardumfang eine Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung, mit vielen kleinen Ausnahmen und hohen Selbstbeteiligungen.

In den meisten Fällen sind in diesen Standardpaketen folgende Schadensfälle von der Versicherung ausgenommen:

  • Steinschläge (Lack und Scheiben)
  • Reifenschäden
  • Ascheschäden

Diese Sonderfälle lassen sich die Mietwagenanbieter in Island gerne gesondert bezahlen, jeweils im Bereich zwischen 10-20€ pro Tag. Hier kommen schnell große Summen auf.

Ich kann und möchte hier keine Empfehlung geben, welche Versicherung man nehmen sollte und welche nicht. Das muss jeder nach eigenem Sicherheitsbedürfnis beurteilen. Ich habe meinen ersten Road trip entlang der Ringstraße Islands mit einem rundum versicherten Auto gemacht und hatte den Kopf frei: Was auch immer passiert wäre, meine Selbstbeteiligung lag bei 150€ und in keinem Fall hätte ich mehr als das zahlen müssen. Ich habe auch Fahrten mit keinerlei Zusatzversicherung und 3000€ Selbstbeteiligung gemacht und habe mich dabei sehr unwohl gefühlt.

Prüft unbedingt, ob ihr in irgendeiner Form bereits Kaskoversichert für Mietwagen seid. Viele Kreditkarten bringen diese Leistung bereits ein, wie bspw. die von Miles & More.

Winterreifen

In der Zeit von Oktober bis April solltet ihr dringend auf Winterreifen bestehen, alles Andere ist grob fahrlässig!

Normale Winterreifen sind ausreichend um die asphaltierten Straßen zu nutzen, wenn diese geräumt sind. Mehr Sicherheit bieten euch Winterreifen mit Spikes, diese sind aber eher selten bei Mietwagen zu finden.

Im Sommer, also von Mai bis September sind die meisten Autos mit Sommerreifen ausgestattet. Solltet ihr vor haben mit eurem Wagen in die Highlands zu reisen, fragt bitte euren Mietwagenverleiher ob die Reifen dafür geeignet sind und erkundigt euch wie die Verhältnisse in den Höhenlagen sind!

Führerschein

Der EU Führerschein ist ausreichend um einen Wagen in Island anzumieten. Nehmt diesen und euren Personalausweis oder Reisepass mit zum Mietwagenverleih, wenn ihre den Wagen abholt.

Ein Internationaler Führerschein wird für Island nicht benötigt.

Fazit

Für mich ist ein Mietwagen auf Island unerlässlich um die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Auch wenn dies nicht die günstigste Art zu Reisen ist, bietet sie meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit das Land so zu entdecken wie man es selbst entdecken möchte.

Wer sich an die Regeln hält, innerhalb der persönlichen Grenzen fährt und die oben genannten Tipps befolgt wird eine tolle Zeit auf Island haben und die Freiheit genießen dieses wunderschöne Land individuell entdecken zu dürfen.

Gute Fahrt!

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63 Gedanken zu „Autofahren in Island: Wissenswertes und Tipps

  1. Hallo Marc,

    ich will evtl. im März oder April nach Island. Dort will ich auch ein Auto mieten. Optimal wäre ein Allradfahrzeug mit Spikes. An anderen Stellen im Internet fand ich den Hinweis, dass Mietwagenfirmen auch im Winter keineswegs Autos mit Winterreifen anbieten, schon gar nicht mit Spikes. Auf den Websites der Anbieter findet man dazu entweder gar keine Hinweise (z. B. avis) oder nur die Bemerkung „wintertaugliche Bereifung“. Ich will aber kein Risiko eingehen. Hast du einen Tipp, wie ich die Sache am besten angehen kann? Ansonsten sind deine Hinweise zum Auto fahren sehr nützlich. Gerade zum Auto fahren im Winter in Island findet man nicht allzu viel. Vielen Dank schonmal.

    Viele Grüße

    Karsten

    1. Hallo Karsten,

      vielen Dank für dein Feedback!

      Ich hatte bisher auf jedem Wagen Winterreifen. Das ist in Island ziemlich selbstverständlich und da würde ich mir keine zu großen Sorgen machen.

      Ein Allradfahrzeug mit Spikes hört sich nach einer Mission an 😉 Wenn du zum Beispiel im Winter in die Highlands willst, solltest du dich wirklich gut informieren. Da ist das Auto selten der begrenzende Faktor sondern oft schlicht und einfach das Wetter. Der Hauptgrund warum Isländer im Winter seltener in bedrohliche Situationen geraten als Touristen ist nämlich sicherlich, dass sie wissen wann sie das Auto besser stehen lassen 😉

      In den meisten Fällen sollte ein normales SUV mit guten Winterreifen ausreichend sein. Ich war beispielsweise im letzten Winter mit einem Chevrolet Captiva in einem der stärksten Stürme der letzten Jahre unterwegs und hatte keine Probleme.

      Solltest du wirklich auf Spikes bestehen, würde ich einfach bei dem jeweiligen Verleiher direkt anrufen und erfragen ob sie ein solches Fahrzeug im Bestand haben und dir dies dann schriftlich zusichern lassen. Oder schau mal ob du vielleichte eine Tour in einem Superjeep machen möchtest, das ist sicherlich auch spannend!

      Liebe Grüße,
      Marc

      1. Hallo Marc,

        nein, die Tour soll nicht ins Hochland gehen, wir werden überwiegend über die südliche Ringstraße von Seydisfjördur bis Vik fahren, sicher auch mal ein paar km über Nebenstraßen. Mich hatten die Berichte im Internet nur insofern irritiert, dass Spikesreifen z.B. in Norwegen bei Mietwagen im Winter eine Selbstverständlichkeit sind, auch ohne vorherige Anfrage. Aber deine positiven Erfahrung mit dem SUV im Winter sind schonmal ein guter Hinweis. Vielen Dank.

        Liebe Grüße

        Karsten.

  2. Hallo Marc,

    Danke für deinen sehr hilfreichen Artikel.

    Wir haben uns relativ spontan dazu entschieden für eine Woche ende Januar nach Island zu fahren. Die Bilder der Natur haben uns einfach überwältigt.

    Nun kommt es zu einer sehr großen Frage. Wir werden die Woche in Reykjavik übernachten. Wir wollen aber jeden Tag Ausflüge in die Umliegenden Regionen machen (Blaue Lagune, Golden Circle, Westmännerinseln, Skaftafell Nationalpark). Ein paar Tage wollen wir auch in Myvatn verbringen.

    Meinst du es wäre schlau sich für diese Fahrten einen Wagen zu Mieten? Falls ja, kannst du uns empfehlen wo? Reicht ein kleiner IQ 10 für die Ringstraße im Januar oder bräuchten wir doch einen mit Spikes? Oder aber ist es schlauer jeweils Tagesausflüge mit Bussen zu buchen.

    Vielen lieben Dank für die Mühe bei der Beantwortung

    1. Hi Benni.

      Glückwunsch, eine gute Entscheidung! 🙂

      Zum Thema Auto mieten: Blaue Lagune und Golden Circle kann man super mit dem Bus machen, da würde ich mir das Auto sparen.

      Westmännerinseln, Skaftafell & Myvatn kann man super mit dem Auto machen, weil man dann freier ist und auch mal auf eigene Faust ein bisschen erkunden kann. All diese Regionen sind aber im Januar potentiell sehr schwer zu befahren, sodass ich von einem Kleinwagen stark abraten würde! In dieser Zeit macht es Sinn in ein gutes Auto zu investieren (Allradantrieb, sehr gute Reifen) und auch sollte man sich die Frage stellen ob man sich das Fahren in diesen Bedingungen zutraut bzw. sich das antun will.

      Kurzum: Für die erste Islandreise vielleicht in den ersten Tagen Bustouren buchen (Golden Circle, Blaue Lagune, Snaefelsness…) und sich langsam herantasten. Dann vielleicht für die letzten 1-2 Tage selber ein Auto mieten und dann losfahren. Dafür bietet sich m.M. nach die Südküste an, Myvatn eher nicht.

      Ich hoffe das hilft! 🙂

      Marc

  3. Hallo Marc,

    danke für deine Hilfe.

    Ich denke wir werden es so machen wie du es vorgeschlagen hast.

    Kannst du uns da noch einen Anbieter für die Tagesausflüge empfehlen? Da gibt es ja tausende von günstig bis sehr teuer =D

  4. Hallo!:)

    Ich werd am 10.03.16 eine Rundreise hauptsächlich auf der Ringstraße machen (über einen Reiseveranstalter). Ich bin etwas zwiegespalten über die Notwendigkeit von Allrad oder normaler PKW. Was würdest du machen? Ich war noch nie auf Island! Auf vereisten Straßen dürften Winterreifen reichen, oder?

    Herzlichen Gruß
    Jessica

    1. Hallo Jessica.

      Anfang März ist das Wetter mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit noch recht winterlich. Ich war dieses Jahr im März dort und an vielen Tagen ging ohne Allrad nichts. Es lag fast ununterbrochen Schnee und es gab viel Wind. Nur bezogen auf Reykjavik, ich rede nicht mal von den Höhenlagen.

      Auch kommt es darauf an, ob du das Fahren im Schnee gewöhnt bist oder nicht. Wenn nicht, ist es relativ egal ob du ein Allradfahrzeug hast oder nicht, dann bist du einfach besser beraten den Wagen stehen zu lassen.

      Wie du siehst, spielen da einige Faktoren eine Rolle. Aber kurz und knapp: Ich würde zu einem Allradfahrzeug raten, der Chevrolet Captiva ist sehr beliebt und ich fand ihn ebenfalls sehr angenehm zu fahren. Das kostet ein bisschen mehr aber du bist im Zweifelsfall auf der sicheren Seite.

      Schau doch mal bei Island Ringstraße vorbei, da findest du auch noch ein paar gute Tipps!

      Stay safe und viel Spaß! 🙂

  5. Hey Marc,

    Ich fand deinen Bericht sehr cool doch hab ich eine Frage .
    Wir wollen vom 9 bis 21 September die Insel auf der Ringstraße umrunden, doch haben uns viele zum nicht gerade billigen Allrad Fahrzeug geraten.
    Tut das wirklich schon im September Not ?
    Ich mein wir wollen ja nicht ins Hochland .

    Lg und danke schonmal 🙂
    Basti

    1. Hi Sebastian.

      Danke für dein Feedback.

      Vom Wetter her dürfte im September alles OK sein, da dürfte kein Schnee entlang der Ringstraße liegen. Wenn ihr also nicht vor habt in die Höhenlagen zu fahren, seid ihr auch mit einem normalen Fahrzeug gut beraten.

      Das bitte allerdings nicht als allgemeingültigen Ratschlag nehmen: Bitter vorher die Wetterberichte checken und darauf basierend entscheiden. Außerdem kommt es sehr darauf an, ob ihr das Fahren in solchen Bedingungen gewöhnt seid oder nicht. Menschen aus dem Rheinland bspw. haben so selten richtigen Schnee, dass sie schnell überfordert sind. Autofahrer aus den Alpen sind das Fahren im tiefen Schnee gewohnt.
      Es ist davon auszugehen das kein Schnee liegt, aber wenn doch kann der Allrad einem durchaus die Reise erleichtern.

  6. Hallo Marc,
    wir wollen (zu zweit) in den letzen beiden August Wochen nach Island. Reicht das ein Kleinwagen (Hyundai i10 / VW up!) mit ca. 70PS?
    Danek im voraus.
    Klaus

    1. Hallo Klaus.

      Vom Wetter her hätte ich da keine Bedenken. Wenn ihr auf der Ringstraße unterwegs seid auch nicht bzgl Fahrkomfort. Aber ob euch der Platz reicht Frage ich mich.

      Wenn ihr euch die Kosten teilt und noch etwas Luft habt würde ich schon zu einem Polo oder etwas vergleichbarem raten.

      Viel Spaß in Island! 🙂

  7. Hallo Marc,

    wir werden ab Ende Juni von einem Reiseveranstalter organisiert Island auf der Ringstraße umrunden. Die Route steht also, nur die Autowahl ist offen. Man sagt ja, ein normaler PKW reicht. Wir wollen auch nach Landmannalaugar. Das könnte man per Hochlandbus machen. Nun fotografiere ich gern und nicht alle Naturschauspiele liegen direkt an der Ringstraße, so dass man da auch kleinere Abstecher machen könnte. Macht da vielleicht ein Vierrädler wie der Suzuki Grand Vitara Sinn, mit dem man dann sicher auch nach Landmannalaugar käme?

    Viele Grüße

    1. Hi Robert.

      Die Frage hast du dir ja schon selbst beantwortet 😉

      Wenn es eure erste Islandreise ist, werdet ihr auch ohne Abstecher genug zu fotografieren haben. Wenn die Reise 1 Woche oder weniger ist, reicht die Zeit für große Abstecher vielleicht nicht aus. Das wären Argumente für einen normalen PKW.

      Seid ihr länger als 10 Tage vor Ort, habt ihr spezifische Ziele von denen ihr wisst, dass sie an F-Straßen liegen oder wollt ihr einfach nur sichergehen die Option zu haben dann würde ich auf einen Allrad-Wagen setzen.

  8. Hallo Marc, toller Artikel, vielen Dank dafür!

    Ich werde In diesem Jahr ab dem 20.September für 3 Wochen nach Island fahren wobei auch ein Roadtripp auf meinem Plan steht. Die Westfjorde möchte ich dabei nur ungern auslassen – nun meine Frage an dich: Welche Art von Fahrzeug (mit oder ohne Allrad,Jep oder anderes) würdest du mir empfehlen?

    Vielen Dank bereits im Voraus für deine Hilfe.

    Liebe Grüsse Jeannine

    1. Hi Jeannine.

      Danke für dein Feedback! 🙂

      Kurz: Ich würde dir zu einem SUV / Jeep raten, allein aus Komfortgründen für die Westfjorde. Achte darauf, dass du F-Straßen damit befahren darsft und schau mal ob du in der Nähe einen Übungsplatz für Offroad fahren findest.

      Für eine etwas ausführlichere Antwort, schaue doch mal in diesen Artikel.

      Viel Spaß in Island! 🙂

  9. Hallo, wir wollen im Oktober nach Island (7. bis 16.). Geplant haben wir das westliche Island sowie Teile im Norden (bis Myvatn). Im Süden geht es maximal bis Vik. Wir sind unsicher, ob wir einen Geländewagen bzw. 4×4 brauchen. Durchs Hochland fahren wir wetterbedingt eher nicht. Was würdest du uns raten? Der Preisunterschied ist ja gewaltig. Danke schon mal

    1. Hallo Sven,

      Vielen Dank für dein Feedback!

      September ist sehr schwer vorher zu sagen, aber mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit werdet ihr schon Schnee auf den Straßen haben. Insbesondere auf dem Weg nach Myvatn.

      Wenn ihr auf den Hauptstraßen bleibt benötigt ihr vermutlich nicht unbedingt einen Allradantrieb.

      Sollten die Wetterverhältnisse kurzfristig sehr schlecht werden sollte man. Den Wagen vielleicht sowieso stehen lassen und kann ggf im Normalfall auch kurzfristig beim Mietwagen Verleiher noch upgraden.

      Hoffe das hilft, schau doch auch mal bei http://www.island-ringstrasse.de vorbei, da gibt es noch konkretere Tipps bzgl Mietwagen.

      LG,
      Marc

  10. Moin Marc,

    danke für deinen tollen Blog!
    Ich frage jetzt einfach mal das heraus, was ich vielleicht lieber einen Reiseveranstalter fragen sollte aber du bist sehr erfahrener und nicht auf einen Vertragsabschluss aus, was dich sympatisch und ehrlich macht.

    Ich informiere mich schon seit einigen Wochen immer wieder über das Für und Wider der Jahreszeiten in Island, finde aber immer sich entgegenstehende Aussagen.

    Was ich mir von einem Trip nach Island wünsche ist eine Rundreise in einem 4×4 Fahrzeug, falls nötig auch die SUV Variante.
    Dabei möchte ich wenig Kultur und viel an atemberaubender Landschaft erleben.

    Die Frage ist jetzt, wann fahre ich?
    Ich bin in meinen Reisezeiten (10-12 Tage) stark beschränkt. Es kommt nur

    Ende September/Anfang Oktober
    Über Weihnachten
    und Mitte April in Frage.

    Ich würde sehr gerne im Winter fahren, die Frage ist nur, ob bei wenig Sonnenlicht die Landschaft wirklich gut sichtbar ist und man trotz schwer passierbarer und teilweise geschlossener Straßen alles sehenswerte sieht.

    Was ist deine persönliche Meinung dazu?

    Danke und Gruß von deinem Namensvetter
    Marc

    1. Hi Marc.

      Danke für dein Feedback!

      Kurz & knackig: Fahr im September / Oktober.

      Eine Garantie hast du in Island nie und für nichts, aber die Chancen das zu erleben was du dir vorstellst sind zu dieser Zeit am besten.

      Viel Spaß in Island!

  11. Hallo Marc,

    wir möchten im Januar einen Kurztrip nach Island machen. Da wir so gar keine Lust auf Bustouren haben, die einen für viel Geld mit zig anderen Leuten von A nach B kutschieren, möchten wir uns ein Auto mieten.
    Nun wäre die Frage: was für eins wäre für uns sinnvoll?

    Wir bräuchten es für folgende Fahrten:
    – Keflavik Flughafen Hotel in Reykjavik (mit Garage)
    – zur Blauen Lagune
    – Golden Circle Tour
    – abends mal ein paar Kilometer raus aus Reykjavik um Nordlichter zu sehen

    Also eine Umrundung oder gar in kompliziertere Gebiete wollen wir nicht. Das ist für eine Sommertour geplant, die in ein paar Jahren erst kommen soll.

    Viele Grüße
    Alexandra

    1. Hallo Alexandra.

      Ich habe drüben bei Island Ringstraße aufgeschrieben wie man den passenden Mietwagen in Island findet 🙂

      Bei den Anforderungen kannst du im Sommer jedes beliebige Auto wählen, vom Kleinwagen bis zum Cabrio wenn du magst. Im Winter kann ein SUV sinnvoll sein oder zumindest ein Wagen mit längerem Radstand.

      Viel Spaß in Island!

  12. Hallo Marc!
    Wir sind vom 23. August bis 2. September auf Island.
    Wir haben uns für einen Kleinwagen entschieden (Kia Rio o.ä.) mit unbegrenzter Haftpflicht, Vollkasko ohne Selbstbeteiligung.
    Welche Straßen können wir damit fahren außerhalb des Rings? Wir haben nämlich auch Unterkünfte gebucht die etwas abseits sind und wo man eine geschotterte kleine Straße fahren muss. Geht das?
    Brauchen wir zusätzlich noch einen Versicherung für Unterbodenschäden, Steinschlag o.ä.?
    Viele Grüße Katrin

    1. Hallo Katrin.

      Danke für deinen Kommentar!

      Mit Kleinwagen darf man normalerweise keine F-Straßen befahren, alle anderen Straßen schon. Unbefestigte Straßen, also auch Schotterpisten, darfst du also nach eigenem Ermessen befahren. Das heißt im Normalfall aber nicht, dass die Vollkasko einfach alle Schäden übernimmt und zum Beispiel Steinschläge an Scheiben oder Beschädigungen der Reifen sind auch oft ausgenommen, genauso wie Sand- und Ascheschäden.

      Ob das bei euch inklusive ist kann ich natürlich nicht sagen, da müsst ihr mal in euren Vertrag schauen. Im Normalfall kann man ab Tag der Abholung auch noch Zusatzversicherungen abschließen.

      Viel Spaß in Island! 🙂

  13. Hallo Marc,

    wir reisen Anfang Oktober nach Island. Wir starten in Reykjavik und fahren über die Westfjorde und Hvammstangi nach Aukureyri. Von da aus geht es wieder zurück nach Reykjavik.
    Ich habe einen Suzuki Jimny SUV gemietet. Meinst du das wir so einen Wagen wirklich brauchen, oder können wir auch eine kleinere Kategorie nehmen?

    Ich kann die Wetter – und Straßenverhältnisse überhaupt nicht einschätzen und würde mich über einen Tipp von dir wirklich sehr freuen!
    Lieben Gruß Valerie

    1. Hallo Valerie.

      Ich denke mit dem Auto macht ihr nichts falsch und ich würde auch nicht auf einen Kleinwagen wechseln. Im Oktober kann euch, besonders in den Höhenlagen, auf jeden Fall eine Menge Schnee begegnen und dann ist ein Allradfahrzeug angenehm.

      Viel Spaß in Island! 🙂

  14. Hi Marc,

    auch wenn du hier schon einige Fragen beantwortet hast bitte ich um eine kurze Einschätzung. Wir sind zu dritt und haben Mitte Oktober einen eintägigen Stopover in Reykjavik (2 Übernachtungen). Den Tag möchten wir gerne für eine Tour (vermutlich Golden Circle) nutzen.
    Kann man die Route was das Wetter angeht bedenkenlos mit einem Mietwagen fahren? Dort sind ja auch viele Tourbusse ab Reykjavik unterwegs. Der Punkt ist, dass allein der Transfer Hin- und Zurück zum Flughafen für 3 Personen bereits zusammen etwa 115€ kostet. Dann noch 3 x 75€ für eine Tagestour ist man schon bei 340€. Mietwagen gibt es bereits für ca. 100€ für 2 volle Tage, oder 160€ bei einem SUV. Also deutlich günstiger.
    Sollte doch eigentlich gehen, oder meinst du eine Bustour ist stressfreier oder aus anderen Gründen empfehlenswerter?

    Danke und beste Grüße
    Jan

    1. Hi Jan.

      Du hast das schon ganz richtig erkannt, in eurer Situation würde ich ebenfalls ganz klar einen Mietwagen empfehlen. Im Oktober seid ihr mit einem SUV auf der sicheren Seite und da die Kosten eh durch drei geteilt werden würde ich auf jeden Fall einen buchen.

      Im Oktober solltet ihr euch auf jeden Fall auf Schnell einstellen. Nur wenn das ein No-Go für euch wäre, würde ich eine Bustour empfehlen.

      Viel Spaß in Island 🙂

  15. Hallo Marc,
    wir sind 6 Personen und wollen Mitte Mai 2017 für eine 11-tägige Rundreise nach Island.
    Als Strecke haben wir uns für die Ringstraße mit den beliebten Sehenswürdigkeiten entschieden.
    Kannst du uns hier einen Mietwagen empfehlen? Da wir ja zu sechst sind müssten wir wahrscheinlich 2Autos für unsere Reise haben oder wäre es auch möglich einen großen Van für unsere Reise zu nehmen? Wir hatten uns überlegt einen Allradwagen und ein kleineres Fahrzeug zu mieten. Ist es notwendig einen Allradwagen für diesen Zeitraum zu nehmen oder meinst du dass wir auch mit 2 Mittelklassewagen durchkommen?

    Danke und freundliche Grüße
    Patrick

    1. Hallo Patrick.

      Mitte Mai ist schwierig: Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit liegt dann kein Schnee mehr auf der Ringstraße und vmtl. sogar in den Höhenlagen wenig bis gar keiner. Kann so sein, muss aber nicht.

      Den Plan einen Allradler und einen normalen Wagen zu mieten finde ich persönlich sehr gut. Einen großen Van würde ich eher nicht mieten, das fände ich persönlich nicht so schön auf die gesamte Strecke gesehen, denn vor allem bei starkem Wind sind die Dinger keine große Fahrfreude. Ist aber sicher auch ein großes Stück persönliche Präferenz: Ich fahre gerne sportlich 🙂

      Bei sechs Personen würde ich hier auch nicht am falschen Ende sparen: Gönnt euch lieber einen Kombi als eine Limousine, denn bei 3 Personen pro Auto ist der Platz sonst schnell aufgebraucht. Solltet ihr dann irgendwo beispielsweise eine F-Straße befahren wollen, wird es natürlich auch mit 6 Personen in den meisten Geländewagen eng. Kommt also auch ein bisschen darauf an, wo genau ihr hin wollt.

  16. Hallo Marc,

    mein bester Freund und ich haben Flüge nach Island für Mitte März gebucht. Wir sind beide noch ziemlich jung (20 Jahre), haben aber bereits auf anderen Reisen Erfahrungen mit Roadtrips gemacht. Ich frage mich nun:
    1. Welches Auto würdest du uns empfehlen? Wir wollen zunächst einmal nur die Standard-Sachen abfahren, also auch nicht großartig von den Hauptstraßen abkommen. Haben beide seit knapp 3 Jahren unseren Führerschein.
    2. Wir würden dann auch gerne im Auto schlafen, hast du damit bereits Erfahrung gemacht oder würdest du uns von vornherein davon abraten?
    -> oder sagst du – „lasst es zu dieser Jahreszeit mit dem Auto, ihr seid noch zu unerfahren, schaut lieber, dass ihr Busreisen macht“?

    Liebe Grüße und vielen Dank schon mal!

    1. Hallo Yvonne.

      Schön das ihr euch für Island entschieden habt, das wird sicher super!

      Zu deinen Fragen (ich kombiniere mal meine Antwort):
      3 Jahre Erfahrung beim Autofahren sind nicht die Welt aber auf jeden Fall solide! 🙂 Leider sehen die meisten Vermieter das etwas anders und werden einen Aufpreis nehmen, weil beide Fahrer unter 25 sind. Außerdem kostet ein zweiter Fahrer immer ein paar € extra. Der Mietwagen könnte also relativ teuer werden, schaut euch da bitte gut um. Zu Busreisen würde ich zu zweit nicht raten, denn da spart ihr nichts und seit weniger flexibel. 3 Jahre Fahrerfahrung sind auf jeden Fall ausreichend. Ich weiß nicht aus welcher Region ihr kommt und ob ihr dort im Winter regelmäßig Schnee habt bzw. das Fahren auf Schnee gewohnt seit. Wenn ja ist das ein großes Plus, wenn nein könnte das schon eher ein Problem darstellen. Im März kann durchaus Schnee liegen, besonders in den Höhenlagen. Da ihr im Auto schlafen wollt, bietet sich ein Campervan an. Es gibt da verschiedene Anbieter, am besten einfach mal googeln.

      Und nun kurz und auf den Punkt: Wollt ihr die Insel umrunden und jede Nacht im Auto verbringen, nehmt einen Campervan, am besten einen 4×4. Fahrt dann vorsichtig und achtet auf die Wettervorhersagen, insbesondere im Bezug auf Wind! Wollt ihr in Reykjavik bleiben und den Wagen für Tagestouren nutzen: Nehmt ein Hostel und schlaft nicht im Auto. Dann reicht euch ein kleineres Auto, ggf. könnt ihr dann auch auf Allrad verzichten.

      Liebe Grüße aus Kapstadt, viel Spaß euch!

      1. Hallo Marc,

        vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort! Wir werden uns auf jeden Fall eingehend mit den verschiedenen Anbietern und Autos auseinandersetzen, goiceland bspw. bieten die Vermietung ab 20 Jahren an, sind glaube ich aber vergleichsweise teuer.. mal sehen!
        Schnee liegt bei uns in Bayern dann doch relativ regelmäßig, wir haben beide unseren Führerschein auch gleich mal im Winter gemacht 😀 Und das mit dem Campervan überlegen wir uns, wir brauchen nicht allzu viel Komfort, und bereits haben 6 Monate Neuseeland in einem Honda Odyssee verbracht – wobei das Klima natürlich etwas anders war.

        Liebe Grüße!

  17. Hej Marc,

    endlich erfüllen wir uns den Traum und fliegen Mitte Februar 12 – 23. nach Island und wollen eigentlich die Insel einmal umrunden. Wie ist da deine Einschätzung? Ist das in der Zeit gut machbar? Außerdem haben wir uns natürlich schon wegen eines Mietwagens schlau gemacht und haben momentan einen Dacia Duster zur Auswahl. Schon allein weil er momentan das günstigste Angebot inkl. Versicherungen ist. Die genaue Route „abseits“ der Ringstraße ist noch nicht klar, ich arbeite mich da erst rein, aber ich denke mal, dass es nicht großartig ins Gelände gehen wird.
    Mein Freund kommt aus einer Region mit viel Schnee und ist es gewohnt darauf zu fahren. Kommt aber auch nicht aus dem Allgäu, sodass Berge gewohnt sind.

    Was meinst du? Ist das die richtige Autowahl und 4×4 erforderlich?

    Liebe Grüße,
    Corinna

    1. Hi Corinna.

      In Elf Tagen kann man super eine Rundreise machen, gar kein Problem. Ein Dacia Duster sieht mir gut geeignet aus, im Februar werdet ihr mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf Schnee und hier und da kräftige Winde treffen. Da wollt ihr ein solides Gefährt mit Allradantrieb. Auch eine passende Versicherung ist wichtig: Steinschlag, Scheiben, Reifen und ggf. auch Sand/Asche/Hagel.

      Ich denke also ihr seid auf einem guten Weg für eine tolle Islandreise. Viel Spaß! 🙂

  18. Hallo Marc,

    deine Seite ist einfach super und viele Fragen haben sich bereits ganz von alleine geklärt. Trotzdem bräuchten wir noch einmal abschließend deinen Rat:

    Wir wollen Anfang April für 10 Tage nach Island. Der ursprüngliche Plan war die Ringstraßeinklusive dem Abstecher nach husavik zu fahren und abschließend zwei Tage in Rekjavik zu verbringen. Jetzt sind wir allerdings verunsichert, ob wir nicht ggf.lieber nur aufgrund des Wetters im Süden bleiben sollten und wenn ja, ob dann ein normaler Kombi o.ä.mit Winterreifen ausreicht. Wir wollen hauptsächlich in Schlafsackunterkünften Übernachten. Macht es überhaupt bei der Unbeständigkeit des Wetters Sinn, diese vorher zu buchen oder sollte man lieber ohne Unterkünfte los?

    Freu mich auf deine Antwort 🙃☺️

    LG Sandra

    1. Hi Sandra.

      Danke für dein Feedback!

      Das ist keine einfache Frage, denn der April macht was er will 😉 Da kann ich dir leider keinen einfachen Tipp a la „Mach einfach dies…“ geben. Trotzdem hier mal der Versuch ein wenig zu helfen: 10 Tage sind eine entspannte Zeitspanne für eine Umrundung, also selbst wenn ihr mal einen oder zwei Tage irgendwo festhängt ist das kein Weltuntergang. Ihr könnt also durchaus etwas risikofreudig planen finde ich.

      April ist keine Hochsaison, Unterkünfte müsst ihr also sicher nicht wochenlang im Voraus buchen. Ich würde allerdings versuchen am Abend vor der Weiterreise jeweils eine Unterkunft am nächsten Stop zu buchen um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Dabei hilft es sicher wenn ihr euch am Flughafen eine lokale SIM Karte kauft, für die Recherche vor Ort und ggf. Anrufe.

      Bzgl. des Autos: Beobachtet die Wetterentwicklung (Hier) und wenn es nach einem milden April aussieht, könnte ein Kombi reichen. Im Zweifel spart jedoch lieber nicht am Auto, denn ihr werdet ja viel Zeit darin verbringen!

      Ich hoffe das hilft ein wenig!

      Viel Spaß in Island!

      1. Lieber Marc,

        vielen lieben Dank für deine Tips ☺️ Wir werden uns einfach mal ranwagen 😉 Eine Frage ist noch offen und zwar.
        Ist grundsätzlich denn die Fahrt auch hoch nach Husavik machbar oder kann man das im April komplett vergessen? Das ist ja nicht mehr die Ringstraße oder?

        Liebe Grüße

        Sandra

        1. Total machbar. Die 85, die ihr dafür nehmen würdest, ist m.W. komplett asphaltiert. So lange ihr auf der Ringstraße voran kommt, kommt ihr auch nach Husavik hoch.

          Vorsicht bzw. bitte nochmal selbst recherchieren: Die 87 ist m.W. zwischendurch an ein paar Stellen unbefestigt (Schotter, aber keine F-Straße). Die führt von Husavik nach Myvatn.

  19. Hallo Marc,

    danke für deine hilfreichen Informationen rund ums Auto fahren. Das geht deutlich über unseren Reiseführer hinaus und hilft uns sehr weiter. Wir wollen gern im September nach Island und das eigene Auto mitnehmen. Da wir mit Kleinkind reisen und vermutlich ein paar Dinge mehr brauchen werden, haben wir Fliegen ausgeschlossen. Eine Fährfahrt ist da auch deutlich entspannter.
    Wir werden mit einem Focus (also kein Kleinwagen, ohne Allrad) aber mit Winterreifen hauptsächlich die Ringstraße befahren.
    Wir haben im Plan zweimal die Ringstraße für kurze Wanderungen zu verlassen. Einmal Richtung Husavik /Asburgi und einmal Richtung Kevlavik. Hier besteht die Option tageweise einen Allrader zu mieten. Dank deines Links können wir den Zustand der Straßen einsehen und dann spontaner planen.
    Also ein fettes Dankeschön!!
    Romy

  20. Hey Marc,

    erstmal vielen dank für die ganzen Informationen die du uns hier zu verfügung stellst!

    Ich möchte gerne einen Mietwagen für August buchen. Allerdings sehe ich, dass bei allen Autos eine sehr hohe Kaution (2.500 – 3.000 €) zu bezahlen ist mit der Kreditkarte. Kennst du einen Anbieter wo die Kaution nicht so hoch ist? Es ist ja generell schon sehr teuer mit den ganzen Versicherungen.

    In einem Beitrag von dir habe ich gelesen das es sich lohnen würde eine Tankkarte zu besorgen in Reykjavik, kannst du mir sagen inwiefern sich das lohnen würde wenn ich an den Tankstellen sowieso mit Kreditkarte zahlen würde?

    Ich danke dir!

    Gruß
    Hanna

    1. Hallo Hanna.

      Danke für dein Feedback! 🙂

      Die Kaution wird im Normalfall nicht wirklich bezahlt, sondern nur auf deiner Kreditkarte geblockt. Eingezogen wird das Geld üblicherweise nur im Schadensfall. Das Ganz dient nur zur Absicherung der Verleiher.

      Es gibt sicher Anbieter, die das nicht so machen, einen Konkreten kenne ich aber nicht.

      Wenn du sowieso so mit Kreditkarte zahlst und weißt das es funktioniert (Du musst eine Karte mit Chip & PIN) haben, dann brauchst du keine Tankkarte. Am besten in Reykjavik schonmal ausprobieren, damit du weißt wie es klappt.

      Geheimtipp: Wenn du ein Android Smartphone hast, probier doch mal unsere Island App aus. Sie enthält unter anderem eine Liste mit allen Tankstellen in Island 🙂

      Viel Spaß in Island!

  21. Wir kommen aus der Schweiz und möchten anfangs Mai einige Tage in Reykjavik verbringen.Meine Tochter ist noch lernfahrschüler.Frage ,darf sie trotzdem autofahren mit dem lernausweis?Brauchen wir ,wie in der Schweiz ein ( L ) ?

    Vielen Dank für ihre Antwort

    Mit freundlichen Grüssen

    1. Hallo Jeker.

      Das ist eine gute Frage, die ich dir aber leider auch nicht beantworten kann. Ich würde mal vermuten, eher nicht bzw. sicherheitshalber.

      Ich habe mal bei der Verkehrszentrale für dich nachgefragt und poste die Antwort hier sobald ich sie habe.

      Neben der Verkehrsbehörde müsste das auch der Mietwagenverleiher erlauben, da musst du die jeweilige Firma bei der du buchst direkt fragen.

      Viel Spaß in Island!

  22. Hey,

    Wir wollen zu Zweit dieses Jahr anfang September für ca. 2 Wochen nach Island fahren. Problem ist, dass wir anscheinend unter 25 nur einen Wagen ohne Allrad bekommen… Inwieweit glaubst Du, dass es möglich ist die Ringstraße mit einigen Abzweigungen zu fahren? Reicht der Wagen dafür und auch für die Straßen zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten. Wir sind das erste mal in Island und würden wenn dann erst einmal die bekanntesten anfahren.
    Vielleicht kannst du uns hier Weiterhelfen.

    Liebe Grüße und Vielen Dank schonmal!
    Dominik

    1. Hallo Dominik.

      Im normalfall wird euch ein normales Auto reichen. Ihr dürft dann keine F-Straßen fahren und müsste auf den anderen einfach sehr vorsichtig sein.

      Ich weiß nicht wie lange ihr schon Auto fahrt, aber lasst euch gesagt sein: Island ist manchmal ziemlich gnadenlos was die Straßen anbelangt. Also wirklich vorsichtig fahren und lieber eine Stunde später ankommen als zu prüfen wie schnell man auf einer unbefestigten Straße werden kann 😉

      Viel Spaß in Island!

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