2017

Was 2017 brachte…

Wow: Mein letzter Beitrag im Blog ist tatsächlich vom Januar 2017, seitdem erschien auf diesem Blog kein einziger Artikel. Zeit für ein Update…

Ich habe 2017 fast ausschließlich an meinem Island Blog gearbeitet, welches sich auch entsprechend gut entwickelt hat. Seitdem hat sich auch die Island App sehr gut gemacht, was mich besonders freut.

Dieses Blog wird dann wohl in der Zukunft wieder viel mehr zu meinem persönlichen Blog. Vielleicht erscheinen hier auch wieder mehr Einträge, sollte ich mal wieder privat verreisen. Mal schauen. Für 2018 habe ich ehrlich gesagt noch gar keine wirklichen Pläne.

Was das Jahr 2017 bringen würde…

…fragte ich im Januar in diesem Beitrag. Ich wollte das ein bisschen für mich etablieren um zu schauen wie gut ich darin bin die Zukunft zu antizipieren bzw. besser darin zu werden. Die meisten Annahmen habe ich einigermaßen vorsichtig getroffen, dachte ehrlich gesagt sie wären auch recht offensichtlich. Schauen wir mal:

Annahme 1: Die Aktien von US-Amerikanischen Autobauern werden im Schnitt im Dezember mindestens 20% mehr wert sein als im Schnitt im Januar

Ford: 12,56 –> 12,76 (+1,6%)
GM: 35,99 –> 42,79 (+18,9%)
Chrysler: 10,42 –> 17,61 (+69%)

Selbst ohne Tesla (+29%) kann man also getroßt sagen: Das passt.

Der Dow Jones hat im gleichen Zeitraum 23% zugelegt, die Autobauer haben da also gut outperformed.

Ob man das jetzt Trump zuschreiben kann (muss): Weiß ich nicht.

Annahme 2: Rocket Internet wird zwei Beteiligungen erfolgreich an die Börse begleiten. Lieferheld im ersten Halbjahr, Home24 oder Westwing im Zweiten

Done. Ich hatte zwar mit den Möbel-companies gerechnet, aber darum ging es mir gar nicht.

Rocket hat seine Ziele da gut erreicht und auch wenn man „erfolgreich“ nochmal zerfleischen will: DH hat seit Börsengang gute 30% gemacht. HF bekommt gerade Rückenwind von den Analysten und viele haben die Position im US Markt nicht ausreichend auf dem Schirm IMHO.

Annahme 3: Ein Bitcoin wird über 1500$ wert sein

Wow. Boy, was I right! …oder auch nicht.

Als ich die Annahme aufgeschrieben habe, lag ein BTC bei ca. 800$ und hatte im Dezember Höchststände von über 20.000$. Ich kenne derzeit 2 Menschen, deren BTC Konten mittlerweile siebenstellige €-Werte ausweisen.

Schade, dass ich nicht so recht an die Nachhaltigkeit dieses extremen Wachstums geglaubt habe und viel zu früh ausgestiegen bin.

Annahme 4: Die AFD wird bei der Bundestagswahl im September die viertstärkste Partei, direkt nach den Grünen. Die Regierungskonstellation bleibt Schwarz-Rot mit Merkel als Kanzlerin.

Wissen wir ja noch nicht, ob es wieder eine GroKo wird, aber tendenziell lag ich hier richtig: Die AFD ist sogar die drittstärkste Partei geworden.

Die Grünen mussten sich von FDP und Linken allerdings weit nach hinten schieben lassen. Die Piraten gibt es nicht mehr und ihre Wähler sind offenbar zur FDP gewechselt.

Annahme 5: Trumps approval ratings werden weit über 50% sein

Nunja, es sind 37%

Annahme 6: Android wird sich als das mobile Betriebssystem manifestieren

Man hat da oft die westliche Brille auf, aber weltweit hat Android heute einen Marktanteil von fast 90% und den Rest schnappt sich Apple. In Afrika, Indien, Asien ist Apple in den meisten Märkten quasi nicht existent.

Hier auf meinen Seiten verteilt es sich 50/50, was ich im Alltag nicht nachvollziehen kann: Ich sehe immer mehr Menschen mit Android Geräten. Höre immer öfter, dass Leute es mal ausprobieren und dann dabei bleiben.

Naja. Hier lag ich falsch, bin aber gespannt wie es weitergeht.

 

Fazit

4 von 6 würde ich mir mal als Treffer notieren. Bei den approval ratings lag ich krass daneben (gut!) und das mit Android ist mir zu schwammig.

Auch wenn ich bei Bitcoin richtig lag, habe ich leider nichtmal annähernd so stark davon profitiert wie ich es gewollt hätte. Ich habe im Jahresverlauf BTC, ETH und IOTA ge- und wieder verkauft: Bei allen wäre es besser gewesen sie langfristig zu halten.

Aktien hatte ich von Rocket, Zalando, Hellofresh und ein paar US Unternehmen. Auch hier habe ich jeweils zu früh verkauft und hätte länger halten sollen.

Als Trump gewählt wurde, habe ich alle Aktien verkauft. Das war mein größter Fehlgriff dieses Jahr und hat mich viele Gewinne gekostet. Ich finde es trotzdem traurig und irrational, dass die Aktienmärkte damals keinen großen Einbruch hatten.

 

Jetzt setze ich mich erstmal an den Artikel für 2018. Einen guten Rutsch euch allen!

2017

Was 2017 bringen wird

Letzte Woche habe ich bei einem amerikanischen VC, dessen Blog ich im Feedly habe, einen schönen Beitrag gefunden: Er schreibt jedes Jahr im Januar Dinge auf, von denen er denkt dass sie in den kommenden 12 Monaten eintreten. Im Dezember zieht er dann Bilanz. Das finde ich eine gute Idee um seinen Intuitionskompass zu prüfen und ggf. zu trainieren.

Hier sind also ein paar Dinge von denen ich denke, dass sie 2017 so eintreten könnten:

Die Aktien von US-Amerikanischen Autobauern werden im Schnitt im Dezember mindestens 20% mehr wert sein als im Schnitt im Januar

Auch wenn es traurig und falsch und schade ist: Die Politik die Trump betreibt wird die Wirtschaft innerhalb der USA ankurbeln. Wenn Internationale Autos teurer werden, verkaufen sich mehr Ford und Chevrolet im eigenen Land. 20% klingt sicher nicht viel, aber da solche Aktien oft nur einstelligen Wachstumsraten verzeichnen hänge ich mich hiermit sogar schon ein bisschen aus dem Fenster.

Rocket Internet wird zwei Beteiligungen erfolgreich an die Börse begleiten. Lieferheld im ersten Halbjahr, Home24 oder Westwing im Zweiten

Hab da mal gearbeitet. Bin großer Fan. Glaube an den langfristigen Erfolg.

Der Börsengang von Takeaway war für die Erst-Zeichner ein Riesenerfolg. Das hat Lieferheld verpennt. Hätten se mal auf Oli gehört… Jetzt gehen sie halt H1 2017 an die Börse und werden ein solides IPO hinlegen.

Ich glaube, statt Hellofresh, wird eines der Möbel-Geschäfte als nächstes aufs Parkett gehen. Oder vielleicht beides.

Das Geld aus den Exits wird Rocket in vertikale Integration investieren. Modelle wie Thermondo, Movinga, Helpling und das neue Pflegedingsbums lassen sich irgendwann schön zusammenfassen zu einem one-stop-shop für alles rund ums Eigenheim.

Ein Bitcoin wird über 1500$ wert sein

Bitcoin ist das neue Gold. China ist hier massiv investiert und durch die Verwerfungen in der Weltpolitik wird China noch wichtiger und mächtiger. Das alles treibt den Preis, zusammen mit der größer werdenden Attention für digitale Währungen wird Bitcoin der große Nutznießer sein. Es bleibt volatil, neue Höchststände sind also vmtl. auch mit sehr zeitnahen und starken Kurseinbrüchen verbunden, aber wer mutig ist lässt sich davon ja nicht abhalten.

Die AFD wird bei der Bundestagswahl im September die viertstärkste Partei, direkt nach den Grünen. Die Regierungskonstellation bleibt Schwarz-Rot mit Merkel als Kanzlerin.

CDU, SPD, Grüne, AFD, FDP. Alle anderen bekommen die 5% nicht hin. Es wird wieder eine große Koalition geben, Merkel bleibt Kanzlerin, aber die AFD wird im Bundestag sitzen und das Tagesgeschäft massiv stören. Traurig aber wahr: Wir haben es nicht hinbekommen, aus unserer Geschichte zu lernen bzw. die Weichen anders zu stellen.

Trumps approval ratings werden weit über 50% sein

Viele sagen, im Laufe des Jahres werden diese in’s Bodenlose fallen. Trump würde evtl. nicht einmal die vier Jahre Präsidentschaft überstehen.

Ich würde mich sehr darüber freuen. Sehr.

In der Realität glaube ich, dass all seine Maßnahmen sehr kurzfristig Wirkung zeigen werden. Seine Wähler sind hochzufrieden und werden es auch im Jahresverlauf weiter sein. Die negativen Auswirkungen seiner Politik wird Amerika erst in ein paar Jahren wirklich realisieren und vermutlich wird es dann einem anderen in die Schuhe geschoben.

Android wird sich als das mobile Betriebssystem manifestieren

In allen Ländern der Welt, außer Nordamerika und Europa, dominiert Android bereits die Smartphone Landschaft. In manchen Märkten hat Google 70% und mehr Marktanteil, Tendenz steigend. Platformbetreiber entwickeln heute erst Android, dann IOS. Manchmal nur Android. Die Kosten beides zu betreuen sind enorm. Wer kein Mobile-only Unternehmen ist kann das oft nicht stemmen.

Ich denke Ende des Jahres wird klar ersichtlich sein, wer das Rennen macht. Ich glaube nicht, das Apple noch ein Ass im Ärmel hat.

Fazit

2017 wird sicher ein ereignisreiches Jahr. Vor allem politisch. Wirtschaftlich und technisch wird glaube ich weniger passieren als man vielleicht denkt.

 

Was denkt ihr, was 2017 passieren wird?

 

Backpacking in Sri Lanka – Surfen mit Schildkröten als digitaler Nomade

Im folgenden Artikel berichtet Julian von seiner dreiwöchigen Reise durch Sri Lanka und zeigt wie das Arbeiten von nahezu überall möglich ist und das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden werden kann. Weiterhin erfahrt ihr wie man günstig und gut über die Runden kommt und wo das Surfen zusammen mit Schildkröten ein Highlight deiner Reise sein kann.

Hach, Sri Lanka. Schon ein sehr besonderes Land in Südostasien. Angefangen hat unsere Reise mit einem weniger schönen Erlebnis, da wir nach Ankunft am Flughafen dummerweise in das erstbeste Taxi gestiegen sind. Erschöpft stellt man eben immer ein leichtes Ziel für Menschen mit böser Absicht dar. Nachdem wir dann nach langem Hin und Her und einer viel zu hohen Taxirechnung unser Hostel im chaotischen Colombo gefunden hatten, startete die Reise in der lauten Millionenstadt weniger entspannt als erwünscht.

Somit brachen wir den nächsten morgen sofort in das zwei Zugstunden entfernte Hikkaduwa auf. Mit Sand zwischen den Zehen und einem Willkommens-Smoothie in der Hand startete der angenehme Teil der Reise, der wie wir feststellen sollten, so lange anhielt bis wir in den Flieger Richtung Heimat stiegen.

Die ersten Tage unseres Backpacking Trips durch Sri Lanka nutzten wir, um eine ungefähre Route zu planen und die ersten scharfen Curries zu genießen. Wo geht das besser als am indischen Ozean?

Marissa Beach in Sri Lanka

Marissa Beach in Sri Lanka

 

Sri Lanka’s Küste und das atemberaubende Hochland

Dann ging es weiter nach Weligama, wo wir am „Beach-Break“ Mainpoint wieder ins Surfen gefunden haben und mit Backpackern aus der ganzen Welt das ein oder andere Bier tranken und zahlreiche Geschichten austauschten. Jeder erzählte Spannendes, wie zum Beispiel der Sri Lanker Lahiru. Er kündigte, trotz Unverständnis seiner Eltern, seinen sicheren Job als Banker und eröffnete das Surfhostel „The Surfer“, wo wir die nächsten fünf Tage verbrachten. Wir waren begeistert von all den Geschichten und uns kam die Idee einen Blog zu erstellen, der Reiseabenteuer bündelt. Somit riefen wir nach unserem Aufenthalt unseren Blog www.wavesnbackpack.com ins Leben.

Da ich selbst einen festen Job in Köln habe, arbeitete ich hier ein paar Stunden täglich. Auf der gesamten Reise hatten wir fast in jeder Unterkunft halbwegs stabiles und schnelles Internet, womit das Arbeiten aus dem Paradies also kein Problem darstellte. Also warum nicht mal in Zukunft den Chef fragen, ob man ein paar Urlaubstage sparen kann, um vom „Urlaub“ aus auch hier und da Mal ein paar Dinge für die Arbeit zu erledigen? Hiernach ab aufs Surfbrett und Entspannung ist dennoch garantiert!

Da wir Weligama und Mirissa ins Herz geschlossen hatten, verbrachten wir hier mehr Tage als geplant und brachen dann ins Inland von Sri Lanka auf. Hier bestiegen wir den heiligen Berg Adam’s Peak. Der mythische Sonnenaufgang in 2243m Höhe war eine der schönsten Erfahrungen, die wir je machen durften. Nach einem kräftezehrenden, dreistündigen Aufstieg wurden wir mit einem Farbspiel belohnt, wovon wir bis dahin nicht wussten, dass so etwas kraftvolles existiert.

Adams Peak in Sri Lanka

Adams Peak in Sri Lanka

 

Zurück zur Küste – Surfen in Sri Lanka

Nach ein paar Tagen Inland und dem National Park Uda Walawe zog es uns wieder an die Küste wo wir ein paar Tage Wellenreiten wollten. Da ich selbst schon einige Male surfen war, wagte ich mich das erste Mal an einen etwas anspruchsvolleren „Reef-Break“. Begleitet von unserem ehemaligen Surfinstructor fühlte ich mich, trotz Riff unter den Füßen, sicher. Nach kräfteraubendem Paddeln, erreichten wir den Punkt an dem die Wellen brachen. Wie immer sahen die Wellen furchteinflößender aus, als vom Ufer. Nachdem ich die Wellen erst einmal beobachtet hatte, feuerte mich mein Kumpel an und ich wagte es, die erste Welle anzupaddeln. „Do one thing that scares you every day“.

Als ich mich auf das Brett wuchtete, sah ich wie eine Schildkröte neben mir auftauchte und die Welle neben mir herabrutschte. Surfen neben einem uralten Meeresbewohner – unbezahlbar. Nach einer Stunde und einigen Bekanntschaften mit den beeindruckenden Meeresbewohnern, verließen wir erschöpft, durstig und vor allem „stoked“ den Surfspot „Lazy Left“, riefen unseren Tuk-Tuk-Fahrer an und ließen den Tag entspannt im Camp ausklingen. Hat dich auch die Lust gepackt aufs Surfbrett zu springen, bietet unser Artikel von Lahiru einige gute Tipps zum Surfen in Sri Lanka.

 

Arbeiten von überall – Das erste mal „Digitaler Nomade“

Wie bereits erwähnt, habe ich mit meinem Chef vor dem Urlaub abgesprochen, einige Tage von Unterwegs zu arbeiten, die nicht von meinem Urlaub abgezogen werden. Eine tolle Möglichkeit und somit war ich das erste – und sicher nicht das letzte – Mal in meinem Leben „digitaler Nomade“. Anfangs war ich skeptisch, ob arbeiten während dem Backpacken in Sri Lanka wirklich so möglich sei. Klar, war das Internet nicht überall ausreichend schnell, um ein Skype-Gespräch zu führen, aber für Slack, Emails und Google Drive hat es allemal gereicht. Zudem habe ich mir im Inland für ein paar Euro mobiles Internet zugelegt, worauf ich im „Notfall“ auch noch hätte zurückgreifen können.

Fazit: Sri Lanka zum Arbeiten – kein Problem.

 

Günstig Leben in Asien  

Sri Lanka ist ein Traum und leben als digitaler Nomade ist kein Problem. Das hätten wir schon einmal geklärt. Aber wie kann ich hier günstig nach und in Sri Lanka reisen?

 

#1 Iss ortstypische Küche

Die Sri Lankische Küche (gleiches gilt übrigens für alle anderen asiatischen Länder, die ich besucht habe) ist hervorragend und zudem günstig. Ein gutes, frisches und vor allem leckeres Curry kostet 2-4 Euro. Pizza, Burger oder andere europäischen Speisen sind meist nicht so gut wie erwünscht und um ein vielfaches teurer.

 

#2 Vermiete deine Wohnung

Gerade in deutschen Städten ist die Wohnsituation mehr als schwierig. Auch für eine dreiwöchige Reise lohnt es sich, die Mühe auf sich zu nehmen und die Wohnung über AirBnB zu vermieten. In meinem Fall hatte ich mit dem Vermieten meiner Kölner Wohnung den Flugpreis bereits bezahlt.

 

#3 Sei flexibel in der Abreise und schau nach Error-Fares

Für uns war sicher, dass wir im Laufe des Jahres nach Sri Lanka reisen wollten. Ab Januar besuchten wir somit regelmäßig Seiten wie Urlaubspiraten und schauten nach möglichen Error-Fares. Nach einige Wochen fanden wir mit etwas Glück Flüge für lediglich 400 Euro.

… Vielleicht ist ja sogar dein Chef dazu bereit, dir ein paar „Urlaubstage“ freizuschaufeln, wenn du das ein oder andere Mal von Unterwegs arbeitest – ein Versuch ist’s wert!

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