2017

Was 2017 bringen wird

Letzte Woche habe ich bei einem amerikanischen VC, dessen Blog ich im Feedly habe, einen schönen Beitrag gefunden: Er schreibt jedes Jahr im Januar Dinge auf, von denen er denkt dass sie in den kommenden 12 Monaten eintreten. Im Dezember zieht er dann Bilanz. Das finde ich eine gute Idee um seinen Intuitionskompass zu prüfen und ggf. zu trainieren.

Hier sind also ein paar Dinge von denen ich denke, dass sie 2017 so eintreten könnten:

Die Aktien von US-Amerikanischen Autobauern werden im Schnitt im Dezember mindestens 20% mehr wert sein als im Schnitt im Januar

Auch wenn es traurig und falsch und schade ist: Die Politik die Trump betreibt wird die Wirtschaft innerhalb der USA ankurbeln. Wenn Internationale Autos teurer werden, verkaufen sich mehr Ford und Chevrolet im eigenen Land. 20% klingt sicher nicht viel, aber da solche Aktien oft nur einstelligen Wachstumsraten verzeichnen hänge ich mich hiermit sogar schon ein bisschen aus dem Fenster.

Rocket Internet wird zwei Beteiligungen erfolgreich an die Börse begleiten. Lieferheld im ersten Halbjahr, Home24 oder Westwing im Zweiten

Hab da mal gearbeitet. Bin großer Fan. Glaube an den langfristigen Erfolg.

Der Börsengang von Takeaway war für die Erst-Zeichner ein Riesenerfolg. Das hat Lieferheld verpennt. Hätten se mal auf Oli gehört… Jetzt gehen sie halt H1 2017 an die Börse und werden ein solides IPO hinlegen.

Ich glaube, statt Hellofresh, wird eines der Möbel-Geschäfte als nächstes aufs Parkett gehen. Oder vielleicht beides.

Das Geld aus den Exits wird Rocket in vertikale Integration investieren. Modelle wie Thermondo, Movinga, Helpling und das neue Pflegedingsbums lassen sich irgendwann schön zusammenfassen zu einem one-stop-shop für alles rund ums Eigenheim.

Ein Bitcoin wird über 1500$ wert sein

Bitcoin ist das neue Gold. China ist hier massiv investiert und durch die Verwerfungen in der Weltpolitik wird China noch wichtiger und mächtiger. Das alles treibt den Preis, zusammen mit der größer werdenden Attention für digitale Währungen wird Bitcoin der große Nutznießer sein. Es bleibt volatil, neue Höchststände sind also vmtl. auch mit sehr zeitnahen und starken Kurseinbrüchen verbunden, aber wer mutig ist lässt sich davon ja nicht abhalten.

Die AFD wird bei der Bundestagswahl im September die viertstärkste Partei, direkt nach den Grünen. Die Regierungskonstellation bleibt Schwarz-Rot mit Merkel als Kanzlerin.

CDU, SPD, Grüne, AFD, FDP. Alle anderen bekommen die 5% nicht hin. Es wird wieder eine große Koalition geben, Merkel bleibt Kanzlerin, aber die AFD wird im Bundestag sitzen und das Tagesgeschäft massiv stören. Traurig aber wahr: Wir haben es nicht hinbekommen, aus unserer Geschichte zu lernen bzw. die Weichen anders zu stellen.

Trumps approval ratings werden weit über 50% sein

Viele sagen, im Laufe des Jahres werden diese in’s Bodenlose fallen. Trump würde evtl. nicht einmal die vier Jahre Präsidentschaft überstehen.

Ich würde mich sehr darüber freuen. Sehr.

In der Realität glaube ich, dass all seine Maßnahmen sehr kurzfristig Wirkung zeigen werden. Seine Wähler sind hochzufrieden und werden es auch im Jahresverlauf weiter sein. Die negativen Auswirkungen seiner Politik wird Amerika erst in ein paar Jahren wirklich realisieren und vermutlich wird es dann einem anderen in die Schuhe geschoben.

Android wird sich als das mobile Betriebssystem manifestieren

In allen Ländern der Welt, außer Nordamerika und Europa, dominiert Android bereits die Smartphone Landschaft. In manchen Märkten hat Google 70% und mehr Marktanteil, Tendenz steigend. Platformbetreiber entwickeln heute erst Android, dann IOS. Manchmal nur Android. Die Kosten beides zu betreuen sind enorm. Wer kein Mobile-only Unternehmen ist kann das oft nicht stemmen.

Ich denke Ende des Jahres wird klar ersichtlich sein, wer das Rennen macht. Ich glaube nicht, das Apple noch ein Ass im Ärmel hat.

Fazit

2017 wird sicher ein ereignisreiches Jahr. Vor allem politisch. Wirtschaftlich und technisch wird glaube ich weniger passieren als man vielleicht denkt.

 

Was denkt ihr, was 2017 passieren wird?

 

Backpacking in Sri Lanka – Surfen mit Schildkröten als digitaler Nomade

Im folgenden Artikel berichtet Julian von seiner dreiwöchigen Reise durch Sri Lanka und zeigt wie das Arbeiten von nahezu überall möglich ist und das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden werden kann. Weiterhin erfahrt ihr wie man günstig und gut über die Runden kommt und wo das Surfen zusammen mit Schildkröten ein Highlight deiner Reise sein kann.

Hach, Sri Lanka. Schon ein sehr besonderes Land in Südostasien. Angefangen hat unsere Reise mit einem weniger schönen Erlebnis, da wir nach Ankunft am Flughafen dummerweise in das erstbeste Taxi gestiegen sind. Erschöpft stellt man eben immer ein leichtes Ziel für Menschen mit böser Absicht dar. Nachdem wir dann nach langem Hin und Her und einer viel zu hohen Taxirechnung unser Hostel im chaotischen Colombo gefunden hatten, startete die Reise in der lauten Millionenstadt weniger entspannt als erwünscht.

Somit brachen wir den nächsten morgen sofort in das zwei Zugstunden entfernte Hikkaduwa auf. Mit Sand zwischen den Zehen und einem Willkommens-Smoothie in der Hand startete der angenehme Teil der Reise, der wie wir feststellen sollten, so lange anhielt bis wir in den Flieger Richtung Heimat stiegen.

Die ersten Tage unseres Backpacking Trips durch Sri Lanka nutzten wir, um eine ungefähre Route zu planen und die ersten scharfen Curries zu genießen. Wo geht das besser als am indischen Ozean?

Marissa Beach in Sri Lanka

Marissa Beach in Sri Lanka

 

Sri Lanka’s Küste und das atemberaubende Hochland

Dann ging es weiter nach Weligama, wo wir am „Beach-Break“ Mainpoint wieder ins Surfen gefunden haben und mit Backpackern aus der ganzen Welt das ein oder andere Bier tranken und zahlreiche Geschichten austauschten. Jeder erzählte Spannendes, wie zum Beispiel der Sri Lanker Lahiru. Er kündigte, trotz Unverständnis seiner Eltern, seinen sicheren Job als Banker und eröffnete das Surfhostel „The Surfer“, wo wir die nächsten fünf Tage verbrachten. Wir waren begeistert von all den Geschichten und uns kam die Idee einen Blog zu erstellen, der Reiseabenteuer bündelt. Somit riefen wir nach unserem Aufenthalt unseren Blog www.wavesnbackpack.com ins Leben.

Da ich selbst einen festen Job in Köln habe, arbeitete ich hier ein paar Stunden täglich. Auf der gesamten Reise hatten wir fast in jeder Unterkunft halbwegs stabiles und schnelles Internet, womit das Arbeiten aus dem Paradies also kein Problem darstellte. Also warum nicht mal in Zukunft den Chef fragen, ob man ein paar Urlaubstage sparen kann, um vom „Urlaub“ aus auch hier und da Mal ein paar Dinge für die Arbeit zu erledigen? Hiernach ab aufs Surfbrett und Entspannung ist dennoch garantiert!

Da wir Weligama und Mirissa ins Herz geschlossen hatten, verbrachten wir hier mehr Tage als geplant und brachen dann ins Inland von Sri Lanka auf. Hier bestiegen wir den heiligen Berg Adam’s Peak. Der mythische Sonnenaufgang in 2243m Höhe war eine der schönsten Erfahrungen, die wir je machen durften. Nach einem kräftezehrenden, dreistündigen Aufstieg wurden wir mit einem Farbspiel belohnt, wovon wir bis dahin nicht wussten, dass so etwas kraftvolles existiert.

Adams Peak in Sri Lanka

Adams Peak in Sri Lanka

 

Zurück zur Küste – Surfen in Sri Lanka

Nach ein paar Tagen Inland und dem National Park Uda Walawe zog es uns wieder an die Küste wo wir ein paar Tage Wellenreiten wollten. Da ich selbst schon einige Male surfen war, wagte ich mich das erste Mal an einen etwas anspruchsvolleren „Reef-Break“. Begleitet von unserem ehemaligen Surfinstructor fühlte ich mich, trotz Riff unter den Füßen, sicher. Nach kräfteraubendem Paddeln, erreichten wir den Punkt an dem die Wellen brachen. Wie immer sahen die Wellen furchteinflößender aus, als vom Ufer. Nachdem ich die Wellen erst einmal beobachtet hatte, feuerte mich mein Kumpel an und ich wagte es, die erste Welle anzupaddeln. „Do one thing that scares you every day“.

Als ich mich auf das Brett wuchtete, sah ich wie eine Schildkröte neben mir auftauchte und die Welle neben mir herabrutschte. Surfen neben einem uralten Meeresbewohner – unbezahlbar. Nach einer Stunde und einigen Bekanntschaften mit den beeindruckenden Meeresbewohnern, verließen wir erschöpft, durstig und vor allem „stoked“ den Surfspot „Lazy Left“, riefen unseren Tuk-Tuk-Fahrer an und ließen den Tag entspannt im Camp ausklingen. Hat dich auch die Lust gepackt aufs Surfbrett zu springen, bietet unser Artikel von Lahiru einige gute Tipps zum Surfen in Sri Lanka.

 

Arbeiten von überall – Das erste mal „Digitaler Nomade“

Wie bereits erwähnt, habe ich mit meinem Chef vor dem Urlaub abgesprochen, einige Tage von Unterwegs zu arbeiten, die nicht von meinem Urlaub abgezogen werden. Eine tolle Möglichkeit und somit war ich das erste – und sicher nicht das letzte – Mal in meinem Leben „digitaler Nomade“. Anfangs war ich skeptisch, ob arbeiten während dem Backpacken in Sri Lanka wirklich so möglich sei. Klar, war das Internet nicht überall ausreichend schnell, um ein Skype-Gespräch zu führen, aber für Slack, Emails und Google Drive hat es allemal gereicht. Zudem habe ich mir im Inland für ein paar Euro mobiles Internet zugelegt, worauf ich im „Notfall“ auch noch hätte zurückgreifen können.

Fazit: Sri Lanka zum Arbeiten – kein Problem.

 

Günstig Leben in Asien  

Sri Lanka ist ein Traum und leben als digitaler Nomade ist kein Problem. Das hätten wir schon einmal geklärt. Aber wie kann ich hier günstig nach und in Sri Lanka reisen?

 

#1 Iss ortstypische Küche

Die Sri Lankische Küche (gleiches gilt übrigens für alle anderen asiatischen Länder, die ich besucht habe) ist hervorragend und zudem günstig. Ein gutes, frisches und vor allem leckeres Curry kostet 2-4 Euro. Pizza, Burger oder andere europäischen Speisen sind meist nicht so gut wie erwünscht und um ein vielfaches teurer.

 

#2 Vermiete deine Wohnung

Gerade in deutschen Städten ist die Wohnsituation mehr als schwierig. Auch für eine dreiwöchige Reise lohnt es sich, die Mühe auf sich zu nehmen und die Wohnung über AirBnB zu vermieten. In meinem Fall hatte ich mit dem Vermieten meiner Kölner Wohnung den Flugpreis bereits bezahlt.

 

#3 Sei flexibel in der Abreise und schau nach Error-Fares

Für uns war sicher, dass wir im Laufe des Jahres nach Sri Lanka reisen wollten. Ab Januar besuchten wir somit regelmäßig Seiten wie Urlaubspiraten und schauten nach möglichen Error-Fares. Nach einige Wochen fanden wir mit etwas Glück Flüge für lediglich 400 Euro.

… Vielleicht ist ja sogar dein Chef dazu bereit, dir ein paar „Urlaubstage“ freizuschaufeln, wenn du das ein oder andere Mal von Unterwegs arbeitest – ein Versuch ist’s wert!

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Die besten Wracks zum Tauchen in Kapstadt

Kapstadt ist ein Traum für Taucher mit einer Vorliebe für Wracks. In den Gewässern um die Halbinsel liegen hunderte gesunkener Schiffe. Vom kleinen Fischerboot bis zum riesigen Tanker, vom Kutter bis zur mobilen Bohrplattform ist alles dabei.

Die meisten Wracks sind durch eine kurze Bootsfahrt zu erreichen, meistens im Bereich von 20 Minuten oder weniger. Manchmal kann man sogar direkt vom Strand oder den Steinhängen in’s Wasser gehen und zügig zu den gesunkenen Schiffen kommen.

Manche der Wracks sind schon bis zur Unkenntlichkeit zerfallen, andere sind so gut erhalten, dass man sich noch die Seeleute auf ihren Posten vorstellen kann.

Ich habe einige von ihnen betaucht und möchte hier eine kleine Übersicht geben. Vorhang auf für Kapstadts beste Schiffswracks!

Das Wrack der Antipolis bei Oudekraal

Die Antipolos ist ein Tanker der zusammen mit der Romelia 1977 an die Küste geschleppt wurde. Durch starke Wellen verhedderten sich die Seile, rissen und die beiden Schiffe sanken an ihrem jetzigen Liegeort.

Das Wrack liegt in 7–10m Tiefe und ist über einen etwas holprigen Weg von der Küste aus zu erreichen. Alternativ mit dem Boot aus Hout Bay heraus. Es ist super geeignet für alle die sich dem Wracktauchen langsam nähern wollen, da die meisten Teile des Schiffes zugeschnitten wurden um nicht mehr aus dem Wasser zu ragen. Es gibt nur wenige Stellen an denen man als Anfänger innerhalb der Überreste tauchen sollte, aber man kann trotzdem sehr viel sehen weil eben nur noch die Hülle da liegt.

Taucher inmitten des MV Antipolis Wracks

Taucher inmitten des MV Antipolis Wracks

Die Tierwelt ist relativ vielfältig. Man sieht viele kleine Fische, Hummer und ab und zu auch mal eine Qualle. Das Wasser ist im Winter bei 10–15°C und im Sommer bei nur wenig mehr ziemlich kühl. Aus Erfahrung weiß ich, das Frauen meist nur einen TG mitmachen, das sollte man bedenken wenn man an dieser Position mehrere TG gebucht hat.

MV Antipolis bei Wikitravel

Clan Stuart – Das Anfänger-Wrack in Simon’s Town

Die Clan Stuart ist ein 1914 gesunkenes Dampfschiff der Briten, welches Kohle transportierte. Der Anker verhedderte sich und seitdem hat sich das Schiff nicht mehr weg bewegt.

Das Wrack ist mit Sicherheit das am einfachsten zu erreichende in der Kapregion: Man parkt gegenüber des Strand, zieht sich um und geht dann einfach in’s Wasser. Wer Luft sparen will schwimmt die ca. 100m zum Wrack und taucht dann auf etwa 8m ab. Ein sehr entspannter Tauchgang bei dem es neben den Überresten des Schiffes vor allem viele Fische, und Calamari zu sehen gibt. Die putzigen kleinen Kopffüßler leben an der Ostseite des Schiffes und wenn man sich mit zwei zum Peace-Zeichen geformten Fingern annähert, kommen sie auch gerne mal um sich den vermeintlichen Kumpel anzusehen. Dabei wechseln sie auch schonmal aufgeregt ihre Farben hin und her.

Technisch ist das Wrack unspektakulär. Es gibt einige Stellen an denen man unter den Trümmern hertauchen kann und eine größere “Höhle” in die man hinein schwimmen kann. Empfehlenswert ist das allerdings nicht denn es gibt nichts zu sehen und man muss rückwärts wieder raus. Allerdings eignet sich die SS Clan Stuart ganz hervorragend für Nachttauchgänge.

Da das Wrack in False Bay liegt, sind die Wassertemperaturen im Normalfall etwas angenehmer, im Sommer können sie auch schonmal jenseits der 20°C liegen.

SS Clan Stuart bei Wikitravel

Aster – Ein Übungs-Wrack in Hout Bay

Ein weiteres Wrack im Atlantik, nahe Hout Bay: Die MV Aster.

Das Schiff wurde 1997 wissentlich versenkt, daher wurden vorher alle Stoffe und gefährliche Ecken und Kanten weitgehend entfernt. Das Schiff eignet sich perfekt zu ersten Penetrationstauchgängen, da es mit großen, weiträumigen Stellen ausgestattet ist. Es wurden sogar Einstiegsluken eingebaut.

Das Schiff liegt in etwa 25–30m Tiefe und ist daher erst ab einem advanced Level empfehlenswert. Wer das Wrack penetrieren möchte sollte sich entweder bereits auskennen oder jemand mitnehmen der das Wrack kennt. Eine Lampe ist immer empfehlenswert, denn auch wer nicht rein schwimmen will kann trotzdem von außen vieles sehen. Wer möchte kann Nitrox verwenden um die Non-Deko Zeit zu verlängern. Ein Trockenanzug bietet sich dann allerdings an, denn es wird ziemlich kalt.

Ich beim Sidemount Traning an der Aster

Ich beim Sidemount Traning an der Aster

Die MV Aster muss mit dem Boot angesteuert werden. Vom Hout Bay Hafen aus eine 5–10 minütige Fahrt und sehr entspannt.

MV Aster bei Wikitravel

BOS 400 – Das Riesen-Wrack

Der Endgegner der Kapstädter Wracks, zumindest für mich bisher 😉

Das Wrack der BOS400 liegt seit 1994 direkt and der Küste bei Sandy Bay und ziemlich gut erkennbar, denn große Teile des Schiffes sind zu jeder Zeit über dem Wasser gut erkennbar. Die BOS 400 ist ein französisches offshore construction Boot, welches vom Kongo aus hierher gezogen wurde. Während eines Sturms riss die Verbindungsleine und der Koloss lief auf Grund. Nach verschiedenen Bergungsaktionen schrieb man das etwa 12 Tausend Tonnen schwere und 100 Meter lange Schiff ab und überließ es uns Tauchern. Das Helipad riss im Jahr 2010 ab und stürzte in die Tiefen.

Taucher vor dem Wrack der BOS400

Taucher vor dem Wrack der BOS400

Das Wrack liegt auf einer Tiefe von etwa 20m und ist dadurch für Anfänger sowie Fortgeschrittene gut zu betauchen. Das Kalte Atlantikwasser hat an dieser Stelle oft schlechte Laune, weshalb man mit dem Wetter schon Glück haben muss.

Obwohl es viele Penetrationsmöglichkeiten gibt, sollte man diese nur wahrnehmen wenn man sich entsprechend auskennt und sich seiner Sache sicher ist. Unerfahrene Taucher sollten trotzdem eine Lampe mitnehmen, denn es gibt viele Luken zum Hineinschauen.

Dieses Wrack ist für mich persönlich das Highlight gesunkener Schiffe in Kapstadt und die Tatsache, dass ich es nur ein Mal behauchen konnte ärgert mich bis heute. Ich werde wiederkehren!

MV BOS 400 bei Wikitravel

Smits Wracks in False Bay

Das Smits Reef befindet sich ebenfalls in False Bay und ist vom Miller’s Point nur ein paar Minuten mit dem Boot entfernt.

Neben verschiedenen Riffen, Korallen und einem kleinen Labyrinth finden sich hier auch mehrere gesunkene Schiffe. In einer Tour kann man von Wrack zu Wrack tauchen und je nach Luftvorrat dabei bis zu 5 verschiedene Schiffe sehen: Die SAS Transvaal, die MV Orotava sowie die MV Princess Elizabeth, die SAS Good Hope und die MV Rockeater.

Die Schiffe liegen auf verschiedenen Tiefen von 25 bis 40m und sind daher advanced Level Tauchern vorbehalten. Nitrox ist empfehlenswert um die Non-Deko Zeit zu erhöhen.

Ich habe die MV Rockeater bei meinem Advanced OWD betaucht, als Deep- und als Wrack-Speciality. Später habe ich mir die SAS Good Hope angeschaut, als Vorbereitung auf meinen technischen Tauchschein.

Smits Reef bei Wikitravel

Wo kann ich in Kapstadt Tauchgänge zu Wracks buchen?

Für mich gibt es in Kapstadt vornehmlich zwei Tauchbasen die ich von ganzem Herzen empfehlen kann. Bei Into the blue in Seapoint habe ich den Sport kennen und lieben gelernt und bei Ollava in Simon’s Town habe ich meine ersten Schritte in Richtung technisches Tauchen gemacht.

Bei beiden seid ihr hervorragend aufgehoben, trotzdem hier eine kleine Entscheidungshilfe: Taucht ihr auf der Atlantikseite ist ITB näher, für False Bay bietet sich Ollava an. Für reine Sporttauchgänge ist ITB eine gute Wahl, bei technischen Tauchgängen und Sidemount seid ihr bei Rudy von Ollava bestens aufgehoben.

Bitte sagt bei beiden liebe Grüße von mir  😉