Meine 3 liebsten Restaurants in Reykjavik

Reykjavík ist voll von Geschäften, Bars, Cafés und eben auch guten Restaurants. Während meinem dreimonatigen Aufenthalt im Frühjahr 2015 habe ich einige davon besucht und getestet. Hier ist als eine Liste meiner Lieblingsrestaurants in Reykjavík.

Coocoo’s nest am Hafen von Reykjavik

Das Coocoo’s nest im Hafen von Reykjavik ist mein kleiner Geheimtipp für euch Perlensucher da draußen. In diese etwas abgelegene Gegend von Reykjavik wird sich wohl eher selten ein Tourist verlaufen und selbst wenn, würden die meisten wohl an diesem Deli vorbeilaufen, denn die türkise Tür weist nur mit einem leichten, weißen Schriftzug den Namen der Location aus.

Das Coocoo's Nest im Hafen von Reykjavík

Das Coocoo’s Nest im Hafen von Reykjavík

Hier bestellt man am besten erstmal etwas leckeres zu trinken und freut sich über die Kleinigkeit, die dazu gereicht wird. Meistens ist der Aperitif eine hausgemachte Suppe oder etwas kleines Gebackenes.

Je später der Abend, desto bunter die Gäste: Hier mischen sich verschiedenste Leute die in der Umgebung arbeiten, vom Fischer über die Galleriebetreiberin bis zum Tauchlehrer. Man kommt schnell in’s Gespräch, weil die Bar klein und gemütlich ist.

Die Spezialität des Hauses ist Pizza aus dem Steinofen. Meistens gibt es eine Tagesvariante mit buntem Belag, alternativ kann man natürlich immer eine Pizza von der Karte bestellen auf der man alle Klassiker findet.

Lage & Adresse

Mitten im Hafen, am Nordende wo die großen, weißen Diesel-Tanks stehen

Grandagarður 23, 101 Reykjavík, Iceland

Sea Baron – Das vielleicht beste Fisch-Restaurant in Reykjavik

Beim Sea Baron bekommt man die vielleicht beste Hummersuppe der Welt. Denn der alte Seebär, der dieses Restaurant eröffnete überlässt diese Entscheidung lieber Anderen, jedem Gast auf’s Neue.

Die grüne Farbe der alten Fischerhütte hat an einigen Stellen den Kampf gegen das Wetter aufgegeben und blättert schwächelnd ab. Kjartan Halldórsson war Jahrelang Fischer bis er für die Küstenwacht kochte. Er fing an Aale zu importieren und zu räuchern, bis eines Tages Touristen darum baten ihnen den Fisch zuzubereiten. Halldórsson kaufte einen Einmalgrill und war fortan Restaurantbetreiber.

Restaurant Sea Baron in Reykjavik

Hier bekommt man alle Arten von Fisch und Meeresfrüchten, vom Lachs oder Räucheraal über Flussforelle und Heilbutt bis zum Minkwal.

Die Preise sind für isländische Verhältnisse niedrig und dürften den Küstenfern lebenden Europäern vollkommen normal erscheinen. Für die Hummersuppe mit einem Fisch-Spieß zahlte ich 2500 ISK.

Lage & Adresse

Schräg gegenüber der Konzerthalle (Harpa), am Panorama-Küstenweg bei den Whale watching Häuschen

Geirsgata 8, 101 Reykjavík, Iceland

Roadhouse – Die besten Burger in Reykjavik

Im Roadhouse in Reykjavik gibt es amerikanisches Essen. Das heißt Burger… und noch ein paar andere Kleinigkeiten. Aber hauptsächlich Burger.

Es geht los beim vegetarischen Burger mit Zwiebelringen und Gemüsepatty, über den BB King mit BBQ Sauce und leckerem Bacon bis hin zum Empire State Burger der ein grilled cheese Sandwich in sich trägt (That’s right, there is a Sandwich IN your burger!). Auch slow smoked ribs werden gereicht, am liebsten mit hausgemachten und doppelt frittierten Pommes Frites. Dazu gerne ein Milkshake. Sorted!

Preislich eher im oberen Bereich gelegen aber auch hier gilt: Für isländische Preise vollkommen im Rahmen.

(Psssst: Wenn ihr sagt ihr kommt vom Tauchen oder Schnorcheln in Silfra und Ted habe euch geschickt, dann bekommt ihr eine Kleinigkeit umsonst! 😉 )

Hier kann man am besten hingehen, wenn man tagsüber irgendwas anstrengendes gemacht und ein ordentliches Kaloriendefizit generiert hat, dann macht das sündigen am meisten Spaß!

Lage & Adresse

Von der Innenstadt aus gesehen, hinter der Hallgrimskirkja, also westlich davon

Snorrabraut 56, 101 Reykjavík, Iceland

Vegetarisch in Island essen

Für die Vegetarier unter euch gibt es natürlich auch in Island was zu futtern. Mandy hat eine Anleitung zum veganen Roadtrip durch Island geschrieben der euch hoffentlich weiterhilft!

Island fun facts und unnützes Wissen

Why not – Witzige Fakten und Unnützes Wissen über Island

Island ist ein kleines Land, dass irgendwo oben im Atlantik liegt und im Schnitt nur drei Einwohner pro Quadratkilometer beherbergt. Es hat Vulkane die manchmal den Flugverkehr lahmlegen und für eine lange Zeit war ein Standup-Comedian Bürgermeister der Hauptstadt.

Wenn das die weniger lustigen Fakten sind, könnt ihr euch ja sicher ausmalen wie lustig die fun facts sind!

Unnützes Wissen über Island – Wusstest du, dass…

Hier sind also ein paar lustige Tatsachen die ich bei meinem Islandaufenthalt gelernt, aufgeschnappt und als teilenswert eingestuft habe.

…in Island 13 Weihnachtskumpels (…und eine Weihnachtskatze) existieren?

Die Jólasveinar (Weihnachtskumpels) wohnen in den Bergen und kommen in der Zeit vor und nach Weihnachten in die Orte der Insel und drangsalieren die Menschen. Wer unartig war, bekommt statt Kleidung eine Kartoffel in den Stiefel gesteckt oder die Weihnachtskatze frisst einen auf.

Gryla und Leppaludi

Gryla und Leppaludi

Grýla, die Mutter, ist eine böse alte Frau mit krummem Rücken und einer großen Nase. Leppalúði, der Vater, ist ein treudoofer Trottel. Sie wohnen mit ihren 13 Kindern im Hochland und besuchen die Menschen nacheinander in der Vor- und Nachweihnachtszeit.

…Mütter lassen ihre Kinder draußen im Kinderwagen, während sie im Café sitzen.

In Island ist es relativ normal und oft zu beobachten, dass bei schönem Wetter Kinderwägen vor den Cafés stehen… mit Kindern darin. Die Mütter sitzen dann meist auf der anderen Seite der Fensterscheibe im Café. Von hier können sie die Kinder beobachten, diese werden aber nicht vom Getratsche gestört und können die gute Luft genießen.

…du den Präsidenten Island’s im Telefonbuch findest?

Wenn du den Präsidenten Island’s anrufen möchtest, musst du nur seine Telefonnummer im hiesigen Telefonbuch heraussuchen und dann kannst du ihn kontaktieren. Oder du fährst einfach direkt vorbei, die Adresse steht direkt daneben.

…in Island Elektrizität beinahe kostenlos ist?

In Island zahlt man im Grunde nur für die Infrastrukturen um Strom zu erhalten, also die Anbindung an das hiesige Stromnetz und dessen Instandhaltung. Dazu wird das Volumen der Wohnräume errechnet und daraus der monatliche Abschlag.

Elektrizität in Island ist nicht nur fast 80% günstiger als bspw. in Deutschland, sondern auch zu 100% regenerativ. Die Kraftwerke generieren tatsächlich markant zu viel Energie, weshalb hier viele Aluminiumverarbeitende Betriebe angesiedelt sind.

…es in Island mehr Nobelpreisträger pro Kopf gibt als in jedem anderen Land der Welt?

Halldór Laxness machte 1955 Island eigenhändig und ganz alleine zum Land mit den meisten Nobelpreisträgern pro Kopf auf der ganzen Welt: Einem.

Die Einheimischen erzählen sich folgende Geschichte dazu: Kurz nachdem er den Preis erhielt, wurde Laxness zu einem Gastvortrag an einer US amerikanischen Universität eingeladen. Da er aber kommunistische Literatur verfasste, landete er auf der no-fly Liste der USA und die Einreise wurde ihm versagt. Jahre später, kaufte er einen Sportwagen (ein Jaguar) und kurz darauf wurde sein Name von der no-fly Liste wieder gestrichen, denn Kommunisten fahren keine Sportwagen!

…in Reykjavík das erste Museum über Penisse der Welt steht?

Das Phallusmuseum in Reykjavík eröffnete 1997 und zieht, nach einem temporären Umzug nach Husavik, heute tausende von Besuchern an. Unter den Exponaten befindet sich seit einiger Zeit auch ein menschlicher Penis. Neben verschiedenen Wal-Penissen finden sich hier auch Geschlechtsteile von Pferden und Bären.

…die blaue Lagune gar nicht natürlich entstand?

Die blaue Lagune, eine von Islands beliebtesten Sehenswürdigkeiten, ist keineswegs ein Naturwunder wie es oft angenommen wird. Sie ist viel mehr ein Nebenprodukt des benachbarten Geothermalen Kraftwerk. Hier wird Wasser aus dem Boden, welches an einer Lavaquelle entlang fließt genutzt um Elektrizität und warmes Trinkwasser zu erzeugen. Danach wird es in die blaue Lagune geleitet und man nimmt Touristen viel Geld ab um darin zu schwitzen.

Die blaue Lagune... bei Nacht

Die blaue Lagune… bei Nacht

…die Isländer gerne Schafsköpfe und vergammelten Fisch essen?

Svið ist ein beliebtes Nationalgericht bei den Isländern: Schafskopf. An den Anblick muss man sich gewöhnen, der Geschmack ist aber (lt. den Einheimischen) ganz fantastisch.

Bei Hákarl handelt es sich um eine bestimmte Haiart aus den Gewässern um Grönland. Die Fische werden in Kiesgruben vergraben und 6-12 Wochen liegen gelassen. Danach ist das Fleisch genießbar. Wenn man es so nennen will…

…besondere Winter in Island einen eigenen Namen bekommen?

Ich habe den Winter 2014/2015 hier verbracht und muss sagen, das war eine ziemliche Herausforderung. Im Schnitt war alle drei Tage ein Sturm angesagt, dutzende Flüge mussten dramatisch verspätet starten oder wurden ganz abgesagt.

Winter in Island

Winter in Island

Weil es hier Tradition hat, harte Winter zu benennen, soll auch der Winter 2014 in Island einen eigenen Namen bekommen. Er würde sich in eine Reihe mit so schönen Namen wie „Der große Winter – 1078“, „Der Winter des gefallenen Pferdes – 1313“ oder „Der Winter der Peinigung – 1640“ gesellen.

Namensvorschläge für den Winter sind bisher: „Vindaveturinn mikli“ (Der große, windige Winter) und „Rokrassgat“ (Windiges Arschloch)

…der letzte verkaufte McDonalds Hamburger in Island in einem Museum ausgestellt ist?

Bzw. war. Heute liegt er in einer Hotelbar und ihr könnt dem Hamburger live beim Verrotten zuschauen.

Ein Jahr nach der Finanzkrise entschied sich McDonalds seine Filialen in Island zu schließen. Hjör­tur Smára­son entschied sich, einen letzten Burger zu erwerben. Nicht jedoch zum Verzehr, sondern aus historischen Gründen. Seitdem liegt der Hamburger unter einer Käseglocke – Form und Farbe haben sich kaum merklich verändert.

…Google einmal Island kaufen wollte?

Ein Gerücht, welches sich hartnäckig hält: Google wollte während der Finanzkrise 2008 große Teile Islands kaufen und zum Aufbau von Serverfarmen verwenden.

Ich glaube, das ist eine urban legend aber ich finde sie so lustig, dass ich sie hier trotzdem teilen möchte!

…im Sommer die Sonne fast den ganzen Tag scheint und im Winter fast gar nicht?

Im Sommer haben die Isländer manchmal mehr als 20 Stunden Sonnenlicht am Tag zur Verfügung, mehr als ihnen manchmal lieb ist. Deshalb schlafen viele Isländer mit Schlafmasken und haben Schlafzimmer die sie komplett abdunkeln können.

Sommer in Island

Sommer in Island

Im Winter wünschen sie sich die Sonne dann wieder herbei, denn an manchen Tagen im Dezember scheint die Sonne nur etwas mehr als 4 lausige Stunden am Tag. Die Einheimischen werden schlecht gelaunt und versuchen sich mit Tageslichtlampen und Vitamin D Pillen über Wasser zu halten.

…Isländer gerne, oft und öffentlich nackt, während Stripclubs verboten sind (und Pornos vielleicht bald auch)?

In Island ist es vollkommen normal mit dem Kollegen aus dem Büro Abends splitterfasernackt in den Whirlpool zu hüpfen. Egal ob Mann oder Frau. Nackig sein ist voll Okay in Island. Strip Clubs sind nicht Okay, finden die Isländer und vielleicht gehen sie bald sogar noch einen Schritt weiter und verbieten Pornos.

Wie das zusammenpasst? Ziemlich gut, von einem feministischen Standpunkt aus: Die Isländer mögen es offenbar nicht wenn Frauen objektisiert werden was sowohl in Stripclubs als auch vielen Pornos der Fall ist.

Leider wurde Island 2009 von Dänemark als Land mit der glücklichsten Bevölkerung abgelöst. Manche glauben, das könnte mit der Schließung des Merzedes Stripclub zusammenhängen…

…Island in sehr vielen pro-Kopf Vergleichen gewinnt?

Island hat die meisten Nobelpreisträger, den höchsten Verbrauch an Coca Cola, die schlechtesten Terroristen (kein einziger erfolgreicher Terroranschlag, ever), die meisten Buchleser, die meisten Literaten,die meisten Frauen im Parlament und die meisten Traktoren!!!

pro Kopf.

…die Polizei in Island keine Schusswaffen besitzen darf und generell sehr wenig zu tun hat?

Die Polizei in Island hat keine Schusswaffen. Also, sie hatten mal kurz welche, als sie intern entschieden haben dass sie welche brauchen, heimlich zu Schießübungen gingen und sich dann auch welche kauften. Als die Bevölkerung dann mitbekam, dass die Polizei Waffen mit sich herumträgt, fanden sie das zu gefährlich und nahmen sie ihnen wieder weg.

Weil die Polizei hier so wenig zu tun hat, haben sie dafür einen sehr beliebten Instagram Account an dem sie, die Isländer und auch viele andere Menschen sich erfreuen. Hier findet ihr die isländische Polizei bei Instagram.

Ein Bekannter von hier hatte noch folgende Geschichte dazu parat: Er dachte mal die ältere Dame in der Wohnung unter ihm sei tot und rief die Polizei. Die Beamten waren so aufgeregt, dass mal was spannendes passiert das sie sich gar nicht mehr sicher waren, ob sie jetzt die Tür eintreten dürfen oder nicht. Ein Anruf bei der Dienststelle ergab: Dürfen sie nicht. Sehr bedauerlich und dann waren sie sehr traurig und fragten, ob sie wenigstens die kleine Scheibe in der Tür einschlagen und die Türe dann öffnen dürfen. Nein, auch nicht. Während sie also Hufe scharrend auf den Schlüsseldienst warteten rief die Dienststelle an und bestätigte, die alte Dame sei im Krankenhaus und wohlauf, woraufhin die Beamten nichtmal annähernd verbergen konnten wie langweilig das für sie ist und seufzten laut bevor sie wieder ihres Weges gingen…

Why not?

…ist in Island gerade der Lieblingsspruch um auszudrücken, wie sehr man mit der eigenen Seltsamkeit im Reinen ist.

Love it. Love everything about it!

Die beste Reisezeit für Island

Der beste Monat um nach Island zu reisen?

Für mich ist es der Juni!

Jetzt könntest du also aufhören diesen Artikel zu lesen. Aber vielleicht solltest du es doch nicht tun… 😉

Beste Reisezeit für Road Trips in Island

Die beste Reisezeit für einen Road Trip auf Island ist meiner Meinung nach zu mehreren Zeitpunkten: Zum Einen im früh- oder spätsommer – also Mai oder August – oder im frühen oder späten Winter – also im November oder März. Zu diesen Zeiten kann man alle Sehenswürdigkeiten entlang der Ringstraße in Island bestaunen.

In diesen Monaten wird man Island jeweils von der jahrestypischen Seite kennenlernen, das heißt man sieht im Sommer viel Sonne und hat lange Tage, die Blumen blühen und die Moosfelder sind grün. Sehr kurze Tage im Winter sind die Berge mit Schnee bedeckt, es ist eiskalt und die Wasserfälle ganz oder teilweise zugefroren.

Isländischer Wasserfall im Sommer

Isländischer Wasserfall im Sommer

Wer im Hochsommer nach Island kommt hat extrem lange Tage und wird vielleicht Probleme mit der (unechten) Mitternachtssonne haben. Es ist die Hauptreisezeit und die Touristen sind überall. Außerdem gibt es dann viele Mücken. Im tiefsten Winter werden Straßen oft nicht passierbar sein, Seen sind zugefroren und es gibt viele Stürme. Wer im tiefsten Winter nach Island kommt, muss sich darauf gefasst machen viele Touren nicht unternehmen zu können und sollte Alternative Pläne für Tage in Reykjavík bereithalten.

Auto fahren in Island ist zu jeder Zeit des Jahres eine gute Idee, wenn man richtig ausgestattet ist. Im Sommer reicht für einen Road Trip entlang der Ringstraße ein Kleinwagen. Wer mehr Platz braucht kann günstig auf einen Kombi upgraden. Wer in die Highlands will muss F-roads passieren und braucht ein dafür zugelassenes Fahrzeug, das sind meist SUVs und Jeeps. Während der Wintermonate würde ich immer auf ein größeres Auto setzen und um sicher durch Schnee und über eisbedeckte Straßen zu steuern ist ein Allradfahrzeug auf jeden Fall empfehlenswert!

Beste Reisezeit für den Städtetrip nach Reykjavík

Reykjavík ist das ganze Jahr über gut besuchbar und es gibt immer mehr günstige Flüge nach Island. Die Anbindung an den Flughafen ist super, Busse fahren nach jeder Ankunft und zu jedem Abflug. Wer einen Städtetrip nach Reykjavík plant, kann auch die Hauptzeiten nutzen und im Hochsommer oder im tiefsten Winter anreisen.

In Reykjavík gibt es viele Museen, Ausstellungen und generell Sehenswürdigkeiten. Man kann in der Innenstadt fantasisch shoppen und essen. Rekjavik hat viele schöne Cafés die zum gemütlichen Kaffeklatsch einladen und gute Restaurants in denen man nach dem Schlendern durch die Stadt herzhaft und gut essen kann.

Reykjavík von oben

Reykjavík von oben

Wer doch mehr von Island sehen möchte kann jederzeit Touren buchen die einen zum Whale watching, zum golden circle oder in den Süden bringen. Es gibt regelmäßig Busse die einen zur blauen Lagune bringen und je nachdem wie es weitergehen soll entweder zum Flughafen oder zurück in die Stadt.

All das geht zu jeder Jahreszeit, meine generelle Empfehlung ist der Juni, denn da sind die Chancen auf gutes Wetter hoch und die Flüge sind günstig.

Die beste Reisezeit für Nordlichter in Island

Die beste Reisezeit um Nordlicher zu sehen ist der Winter, also grob die Zeit zwischen Oktober und März. In dieser Zeit ist die Aktivität am höchsten, leider ebenso die Wolkendecke. Diese Webseite gibt euch eine Vorhersage für Nordlicher in Island und ist ziemlich gut im Bezug auf die Aktivität. Im Bezug auf die Wolkendecke gibt sie sicher gut Anhaltspunkte aber mehr sollte man in diese Zahlen nicht interpretieren!

Generell haben viele Islandreisende offenbar das Bild von ständig grünen Abendhimmeln im Winter und denken ein 1-2 tägiger Zwischenstop in Island reicht aus um die Nordlichter zu sehen während man in seinem Hotelzimmer in Reykjavík sitzt. Das mag für einige so sein, für die meisten sieht die Realität anders aus: Ich war über 30 Tage in Island bevor ich die ersten Nordlichter sah und musste dafür ziemlich genau hinsehen.

Wenn euer Hauptanliegen für die Islandreise die Nordlicher sind, plant die Reise entsprechend gut und lasst euch vielleicht nochmal von einer Agentur beraten.

Whale watching in Island zur besten Jahreszeit

Die meisten Wale reisen im Winter in südlichere Gebiete und im Sommer zurück in den Norden. Dementsprechend ist die beste Jahreszeit für eine Walbeobachtung in Island der Sommer, also die Zeit von März bis Oktober.

In dieser Jahreszeit kann man von den meisten Orten in Island aus Touren buchen, zum Beispiel direkt in Reykjavík, in Akureyri oder in Husavik. Mir war beim Whale Watching in Island sehr wichtig, die Tiere nicht zu sehr zu stören. Bei vielen Veranstaltern werden kleine und laute Boote eingesetzt die bis auf einige Meter an die Dickhäuter heranfahren, manchmal dürfen Touristen die Tiere auch berühren. Es sieht zwar nicht danach aus, aber für die Tiere kann das ein nicht unerheblicher Stress sein und es kommt oft zur Verhaltensänderungen und Krankheiten dadurch. Wenn ihr also eine solche Tour macht, haltet ein bisschen die Augen offen und wenn euch ein solches Fehlverhalten auffällt, sagt etwas und schreibt es ggf. in die Bewertung des Veranstalters.

Nachdem das gesagt ist, will ich aber anmerken dass die meisten Veranstalter in Island sehr gut sind, die Tiere gut kennen und ihre Signale und Körpersprache gut zu deuten wissen!

Frühling

Der Frühling in Island ist geprägt von Ausläufern des Winters und später von länger und sonniger werdenden Tagen. Der Frühling ist die perfekte Reisezeit um Island kennen zu lernen, also für deinen ersten Ausflug hierher.

März, April und Mai

Im März lässt der Winter Island langsam wieder los und die Tage werden sonniger, länger und angenehmer. Das heißt nicht, dass es frühlingshaft wird wie man es aus Deutschland gewohnt ist. Die Temperaturen bewegen sich meist unterhalb von 10°C und es schneit regelmäßig, besonders in den Highlands. März ist ein etwas undankbarer Monat zum Reisen Island, daher rate ich dazu lieber später her zu kommen.

Der April ist die Übergangszeit und genau wie in Deutschland extrem wechselhaft. Das Wetter rangiert zwischen Schnee und Sonnenschein, zwischen T-Shirt und Zwiebeloutfit. Der April ist der Zockermonat, für diejenigen die gerne etwas riskieren. Aus meiner Sicht gilt leider: Die Bank gewinnt immer. Deshalb würde ich lieber einen Monat später nach Island reisen…

Der Mai ist mein Lieblingsreisemonat für Island! In dieser Zeit sind die Temperaturen für mich genau richtig, die Tage sind lang aber nicht zu lang. Es regnet sehr selten und wenig. In dieser Zeit kann man alle Unternehmungen machen, die keine winterlichen Temperaturen vorraussetzen, wie whale watching in Island, den golden circle, lava caving und alle möglichen Wanderungen. Außerdem sind die Touristenzahlen überschaubar und man kann einigermaßen in Ruhe auch zu touristischen spots fahren.

Frühling in Island

Frühling in Island

Sommer

Der Sommer in Island ist eine relativ warme Reisezeit, zumindest für die einheimischen und geprägt von sehr langen Tagen. Die Sonne geht manchmal nur 4-5 Stunden unter und in dieser Zeit wird es nichtmal richtig dunkel. Die Temperaturen bewegen sind um die 15°C und es regnet weniger oft.

Juni, Juli und August

Im Juni wird es in Island immer wärmer und es bleibt immer länger hell. Der Monat läutet definitv den Sommer ein und die ersten Blumen beginnen zu blühen. Für Vogelbeobachtungen soll der Juni der beste Monat sein.

Der Juli ist Island’s wärmster Monat, und der mit den wenigsten Regentagen. Er eignet sich perfekt für Camping Trips und zum Trampen.

Im August findet der Sommer langsam seinen Höhepunkt und es bleibt weiterhin sehr warm und lange hell. Der gesamte Monat eignet sich fantastisch für alle Outdooraktivitäten und läd dazu ein die Insel mit dem Auto zu erkunden oder lange Spaziergänge zu unternehmen.

Sommer in Island

Sommer in Island

Herbst

Der Herbst als Reisezeit in Island wird von Stürmen und viel Regen dominiert, es ist eine Reisezeit für Menschen die es gerne etwas rauer haben. Es ist gleichzeitig die Saison in der am wenigsten los ist auf der Insel und in der man die größten Chancen auf ein wenig Ruhe in der Hauptstadt Reykjavík hat. Unbedingt Regenfeste Kleidung mitnehmen, wirklich regenfest!

September, Oktober und November

Im September zieht der Sommer sich langsam zurück und die Tage werden wieder kürzer, kühler und regnerischer. Diese Zeit eignet sich perfekt für diejenigen die ein wenig Risikofreudig sind und als Belohnung eine weniger touristische Reisezeit erleben möchten.

Der Oktober ist der regenreichste Monat in Island, im Schnitt regnet es jeden zweiten Tag. Es ist kühl und oft Wolkenverhangen. Die Chancen auf Nordlichter sind relativ gering. Wer allein sein will und dafür mieses Wetter gerne in Kauf nimmt, reist im Oktober nach Island!

Der November übergibt den Staffelstab an den Winter und unterstreicht das mit den ersten Schneestürmen, mit viel Regen und wenig Sonne. Dieser Monat ist für die wirklich hart gesottenen unter euch, welche die volle Island-Experience mitnehmen wollen. Wer Island im November gesehen hat, weiß wovon er spricht wenn er über das Klima in Island spricht!

Island im Herbst

Island im Herbst

Winter

Der Winter in Island ist ungefähr so, wie du ihn dir gerade vorstellst: Es ist die Reisezeit für Schneehasen und Vikinger. Wer im Winter nach Island kommt muss sich auf erschwerte Bedingungen einstellen, unter anderem Temperaturen weit jenseits des Gefrierpunkt (-20°C sind keine Seltenheit), teilweise extremer Schneefall, viel Regen und stürmische Tage. All diese Bedingungen klingen nicht annähernd so dramatisch wie sie in Island sein können, Island ist ein Land der Extreme. Stürme sind hier manchmal so stark, dass sie den Asphalt von Straßen fegen und manchmal fällt so viel Schnee das selbst die Hauptverkehrsstraßen nicht greäumt werden. Straßen werden oft geschlossen und in die Highlands kommt man nur noch mit Allradantrieb.

Dezember, Januar und Februar

Im Dezember nimmt der Winter Island fest in den Würgegriff und lässt seine Muskeln spielen. Selbst in Reykjavík wird es nun zunehmend ungemütlich kalt und die Sonne zeigt sich oft weniger als eine Stunde am Tag. Die Nordlichtaktivitäten nehmen allerdings kräftig zu und man hat hohe Chancen diese zu sehen.

Der Januar ist ebenfalls stark von winterlichen Temperaturen, Stürmen und eisigen Tagen geprägt. Er ist der kälteste Monat für eine Reise nach Island, man wird dafür allerdings mit relativ wenig touristischem Andrang belohnt. Wer die typischen Sehenswürdigkeiten in Island etwas meidet, kann vielleicht sogar mit dem Eindruck davon kommen hier ziemlich allein zu reisen.

Winter in Island

Winter in Island

Im Februar lässt der Winter nicht locker, was viele unterschätzen. In Deutschland ist dies üblicherweise die Zeit in der man steigende Temperaturen wahrnimmt und den Winter gedanklich bereits etwas hinter sich lässt. Das gilt für Island nicht! Im Februar werden auch in Reykjavík noch oft Whale watching Touren angeboten, von denen ich eher abraten würde. Die Chancen Dickhäuter zu sehen sind relativ gering, sodass man diese Touren lieber im Sommer antreten sollte. Alternativ kann man Eishöhlen erkunden, Lava caving machen oder auch mit Hundeschlitten durch Islands Highlands sausen.

Der Gullfoss im Winter

Der Gullfoss im Winter

Fazit

Wie bereits zu Anfang erwähnt ist für mich der Mai die beste Reisezeit für Island.

Generell aber kann ich nur den Ratschlag geben, zuerst im Sommer und ein Andermal im Winter herzukommen. Im Sommer lang (1-2 Wochen) und im Winter erstmal kurz (2-3 Tage). Den Winter unterschätzen viele, das sollte man sich erstmal vorsichtig anschauen.

Egal wann ihr kommt, die Reise wird nur so gut sein, wie ihr euch darauf vorbereitet. Bringt also immer regenfeste und warme Kleidung mit und mietet einen Wagen welcher der Jahreszeit und den Straßenverhältnissen angemessen ist.

Viel Spaß in Island!

Sturm auf Snæfellsnes

Snæfellsnes – Islands unaufgeregte Einöde nördlich von Reykjavík

Mini-Island, so wird die kleine Halbinsel nördlich von Reykjaness genannt. In Snæfellsnes kann man auf kleinem Raum viele der Landschaftsbilder die Island so einzigartig machen erleben. Es gibt einen Vulkan, eine Basaltküste, Strand, Berge und vieles mehr.

Ein stürmischer Road Trip durch Snæfellsnes

Im großen, stürmischen Winter von 2015 machen Carina und ich uns also auf nach Norden um uns die kleine Halbinsel anzuschauen. Ich hatte am Vorabend die Wetterverhältnisse geprüft und der im Süden angesagte schwere Sturm sollte uns nicht weiter stören. Dachte ich…

Von Reykjavik aus geht es über die 54 nach Norden, dann nach Westen und schließlich über die 574 noch einmal komplett zur Westküste wo wir den Snæfellsjökull umfahren.

Vorbei an malerischen Landschaften, vielen kleinen Wasserfällen und großen Bergwänden führt unser Weg uns nach Ytri Tunga wo angeblich Seehunde zu sehen sein sollen. Ich bezweifle das bei den Temperaturen vorerst, sollte aber kurz darauf bereits eines Besseren belehrt werden.

Seehunde auf Snæfellsnes

Seehunde auf Snæfellsnes

Seehunde auf Snæfellsnes

Seehunde auf Snæfellsnes

Von den vielen tollen Wanderwegen auf Snæfellsnes bekommen wir nichts mit, ein Road Trip in Island ist nunmal für die Fußfaulen Leute und bei dem Wetter außerhalb der warmen Fensterscheiben zieht es uns auch nicht länger als 10-15 Fotos nach Draußen. Unser nächster Halt ist Bárður Snæfellsás, der laut der Sagen die sich um ihn ranken einer der ersten Siedler dieser Region war. Groß und stark, der Zauberkunst mächtig und Vater der Entdeckerin Grönlands.

Hinter Bárður Snæfellsás befindet sich eine imposante Basaltküste und eine Plattform darüber erlaubt einem tolle Aussichten und Aufnahmen bei rauer See. Wie man auf den Fotos gut erkennen kann, war das Wetter hier schon ziemlich windig und es wehte mich 1-2 mal auch fast von der Plattform, während ich die Fotos machte.

Basaltküste auf Snæfellsnes

Basaltküste auf Snæfellsnes

Basaltküste auf Snæfellsnes

Basaltküste auf Snæfellsnes

Basaltküste auf Snæfellsnes

Basaltküste auf Snæfellsnes

Kurz danach, am Westende der Halbinsel halten wir an einer Tankstelle um ein paar Snacks zu kaufen. Die Verkäuferin fragt mich, wohin wir denn heute noch fahren wollten und als ich mit „Reykjavík“ antworte, verliert ihr Gesicht sämtliche Farbe. Wie in einem schlechten Horrorfilm sagt sie leise und ängstlich:“No. You can’t go there!“ und holt ihren Laptop aus dem Nebenzimmer. Schnell zeigt sie mir eine Unwetterwarnung und auf einmal macht alles Sinn: Der Sturm war nicht für den Süden, sondern für die gesamte Insel gemeldet!

Wir fahren also bis Hellisandur und die Straßenverhältnisse werden immer schlechter. Etwas verunsichert und vielleicht auch etwas zu vorsichtig, entscheiden wir uns den Weg hier zu pausieren und uns ein paar Stündchen in ein Café zu setzen. Bei Kaffee, Kuchen und WiFi verbringen wir ein paar Stunden mit Arbeiten und setzen die Reise am Abend bei schönstem Wetter fort. So kommt eine Woche in Island zu einem entspannten Ende.

Snæfellsnes

Snæfellsnes

Snæfellsnes

Snæfellsnes

Snæfellsnes

Snæfellsnes

Snæfellsnes

Snæfellsnes

Sonnenuntergang auf Snæfellsnes

Sonnenuntergang auf Snæfellsnes

Im Meerblog könnt ihr über die Höhlen von Snæfelsness lesen und Carina hat für Bravofly aufgeschrieben warum Island das perfekte Ziel für die erste Soloreise ist.