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Garden Route – Die schönsten Fotos meines Road Trip

Von Pretoria über Addo, Port Elizabeth und Jeffrey’s Bay, Knysna und Nature’s Valley führte mein Road Trip mich 2014 direkt nach Kapstadt. Auf dem Weg konnte ich mehrere Safaris mitmachen, mir die Weltmeisterschaft im Surfen anschauen und entdeckten einen weitern schönsten Ort auf der ganzen weiten Welt. Hier sind meine Lieblingsfotos von dieser fantastischen Reise.

Alle Fotos sind mit einer Canon EOS 700D aufgenommen worden.

Die Garden Route in Südafrika

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Mein erster Stop nach der Safari in Welgedacht und dem Elefantenpark in Addo war das kleine Surferörtchen Jeffrey’s Bay. Ich hatte keine Ahnung was hier vor sich geht und als ich einem Freund per Whatsapp:“Ja, hier ist irgendein Event anscheinend…“ schrieb kam als Antwort die Erleuchtung:“Junge, das ist grade Worldcup im Surfen. Banause!“.

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Am Surfspot ‚Supertubes‘ finden sich regelmäßig die besten Surfer der Welt ein um sich zu messen und neue Rekorde aufzustellen. Der kleine Strand ist weltberühmt weil hier oft extrem gute Wellen entstehen und die besagten Tunnel. Als ich dort bin sind die Bedingungen nicht perfekt aber die Athleten zeigen trotz allem wahnsinnige Leistungen. Neben den ganzen Tele-Objektiven auf deren Preisschild wahrscheinlich ein ähnliche Nummer steht wie auf dem eines Kleinwagens, sehe ich mit meiner kleinen Kamera wie ein Amateur aus. Einen Tag später auf dem Surfbrett… ach, lassen wir das!

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Mein nächster Stop, kurz nach dem schönen Ort Knysna, ist ein weiterer schönster Ort auf der ganzen weiten Welt für mich: Nature’s Valley. Das kleine Örtchen liegt in die Felsen des Tsitsikamma Nationalpark eingebettet und beherbergt nur eine Hand voll Einwohner. Ein kleiner Supermarkt ist vorhanden, sonst gibt es hier weit und breit nur das was auch namentlich beworben wird: Natur!

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Hier lasse ich mich eine Nacht in einem kleinen Guesthouse nieder und genieße den letzten Abend meiner Tour am Strand.

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Barfuß ist das Leben einfach besser!

 

Mehr Eindrücke aus Südafrika

Wenn euch die Fotos gefallen haben könnt hier hier noch ein paar Infos zu Südafrika bekommen:

Tauchen in Kapstadt
Tauchen in Oudekraal bei Kapstadt

Lokale SIM Karte für Südafrika
Lokale SIM Karte für Südafrika

So funktioniert der MyCiti Bus in Kapstadt
Der MyCiti Bus in Kapstadt

Safari in Welgedacht
Safari in Welgedacht in Südafrika

Auto fahren in Schottland – Tipps für den Road Trip

Seit meinem Trip mit dem Mountainbike über den West Highland Way in Schottland habe ich mich ein bisschen in dieses fantastische Land verliebt. Schottland hat viel zu bieten und daher ist es prädestiniert als Location für einen Road Trip. Ich war in den letzten Jahren einige Male dort und bin sowohl mit dem Mountainbike als auch mit dem Auto durch die schottischen Highlands, entlang der Küste, in den schottischen Großstädten Glasgow und Edinburgh und auch auf der Isle of Skye gewesen.

Tipps und Tricks zum Autofahren in Schottland

Linksverkehr

In ganz Großbritannien (und auch in Irland) gilt Linksverkehr. Das heißt, es wird auf der linken Seite gefahren und der Fahrersitz inklusive Lenkrad befindet sich im Auto auf der rechten Seite. Dadurch schaltest du mit der linken Hand und das ist im Grunde auch schon der einzige Unterschied.Blinker und Scheibenwischer sind manchmal ebenfalls vertauscht. Die Pedale sind genau so angeordnet wie überall sonst auch: Links ist die Kupplung, in der Mitte die Bremse und rechts das Gaspedal.

Mein Tipp um sich schnell an den Linksverkehr zu gewöhnen: Fahr am Anfang erstmal auf dem Parkplatz ein paar Runden um dich mit dem Auto vertraut zu machen. Das sieht lustig aus, ist aber wirklich hilfreich. Danach macht es Sinn erst einmal ein paar Meilen im Stadtverkehr mitzuschwimmen. Man muss hierbei meist nur den vor einem fahrenden Fahrzeugen folgen und wird langsam sicherer.

Tückisch sind alle Situationen in denen man instinktiv handelt, also überraschende Situationen oder aber auch die vollkommen banalen. Wenn ich beispielsweise nach der ersten Nacht irgendwo mit dem Wagen starte und niemandem folgen kann, landete ich oft auf der falschen Straßenseite, denn ich fahre einfach instinktiv rechts los. Am Ende hilft da nur, sehr viel bewusster Auto zu fahren als zu Hause und wachsam zu sein.

Geschwindigkeiten

Das wichtigste: In Schottland werden Entfernungen und Geschwindigkeiten in Meilen angegeben. Man könnte die Werte mit dem Faktor 1,6 Mal-nehmen um km zu erhalten. Ich rate aber dazu, sich einfach auf Meilen einzulassen.

In Schottland gelten im Grunde drei Geschwindigkeitsgrenzen. Auf allen Motorways sind maximal 70mph (Meilen pro Stunde) erlaubt. Diese Straßen sind mit einem M gekennzeichnet und verbinden größere Städte, wie Glasgow und Edinburgh (M8).

Tacho mit Geschwindigkeitsangabe in Meilen

Tacho mit Geschwindigkeitsangabe in Meilen

Auf den major roads, die mit einem A gekennzeichnet sind, gelten entweder 60mph (einspurig) oder 70mph (bei zwei Spuren).

In Built-up areas (innerstädtisch) gelten immer 30mph, auch wenn es eine major road ist. Auf der A9 würde also zu großen Teilen ein Limit von 60mph gelten, in Inverness jedoch sind es 30mph!

Roundabouts – Kreisverkehre

Kreisverkehre funktionieren in Schottland wie überall sonst auf der Welt (…mit Ausnahme von Island). Bei einem einspurigen Kreisverkehr fährt man also hinein, sucht sich seine Ausfahrt anhand der Beschilderung und setzt den Blinker nach links bevor man die Ausfahrt nimmt.

Bei einem zweispuren Kreisverkehr hat der außen fahrende Verkehr Vorfahrt. Will man den Kreisverkehr früh verlassen, fädelt man sich auf der äußersten Spur ein und verhält sich wie im einspurigen Kreisverkehr: Blinker nach links bevor man die Ausfahrt nimmt. Will man eine späte Ausfahrt nutzen, kann man sich weiter innen einordnen und erst auf die äußere Spur wechseln, wenn man den Roundabout verlassen möchte.

Um ganz ehrlich zu sein: Ich habe mich einfach immer außen eingeordnet und finde das als Tourist vollkommen OK, auch die einheimischen mit denen ich darüber sprach denken so: Sicherheit und Wohlbefinden gehen vor und keiner bricht sich dabei einen Zacken aus der Krone.

Straßen in Schottland

In Schottland gibt es vornehmlich drei Arten von Straßen:

Die Motorways sind gut ausgebaute Autobahnen und sie verbinden größere Städte im ganzen Land. Da es sich um ein kleines Land handelt und dieses auf slow travel optimiert wurde gibt es nur eine Handvoll Motorways.

Die major roads ziehen sich durch das ganze Land und sind gut ausgebaute Landstraßen. Die wohl bekannteste A-road in Schottland ist die A82 welche von Glasgow entlang des berühmten West Highland Way durch das schottische Hochland vorbei am Loch Ness in den Norden nach Inverness führt.

Typische Straße in den schottischen Highlands

Typische Straße in den schottischen Highlands

Vereinzelt gibt es in Schottland auch Schotterpisten, diese sind aber auch mit normalen Autos meist gut befahrbar. Generell gilt, dass die Straßen sehr ähnlich beschaffen sind wie in Deutschland und man daher keinen Allradwagen oder ähnliches braucht. Wer in den Highlands also Off-Road Spaß sucht, sollte ich dazu bitte gesondert schlau machen und vorsichtig sein!

Tankstellen

Tankstellen in Schottland funktionieren genauso wie die in Deutschland. Man tankt, merkt sich die Nummer der Säule und bezahlt im Laden.

In den Highlands sind die Tankstellen oft gleichzeitig Supermarkt und Info Center in einem, sodass man hier wirklich alles bekommen kann.

Außerdem haben viele Tankstellen ein Bezahlsystem für Kreditkarten, sodass man auch Nachts tanken kann. Hierfür braucht ihr aber eine Kreditkarte mit Chip und PIN, die in Deutschlad üblichen Karten haben oft keinen PIN code und werden an diesen Staionen nicht akzeptiert. Es kann sich also lohnen eine Zweitkarte zu ordern.

Wenn du noch keine besitzt kann ich die Kreditkarte der DKB empfehlen die bei Reisenden insbesondere wegen der Tatsache beliebt ist, dass sie weltweit kostenloses Abheben von Bargeld ermöglicht.

DKB Cash

Parkplätze

Parkplätze funktionieren in Schottland genauso wie in Deutschland, wer hätte das gedacht!

Wichtig sind aber die Linien auf den Straßen im Bezug auf wildes Parken in städtischen Gebieten. Im grunde gelten drei wichtige Faben: Gelb zeigt ein Parkverbot an, hier darfst du kurz halten aber nicht parken! Rot signalisiert ein absolutes Halteverbot, hier darfst du nichtmal kurz stoppen sondern musst dir einen anderen Ort suchen. Linien in Weiß sind generelle Begrenzungslinien die anzeigen dass du hier nicht halten oder parken darfst. Im Zweifel also lieber einen anderen Platz suchen.

Bei einem Städetrip würde ich sowieso niemals ein Auto mieten, wer aber beim Road Trip auch mal ein paar Tage in Glasgow, Inverness oder Edinburgh verbringen möchte sollte einfach ein Parkhaus aufsuchen und danach die Stadt zu Fuß oder mit dem Bus erkunden.

Mietwagen in Schottland

Auch die Anreise mit dem eigenen PKW ist in Großbritannien möglich, ich würde hiervon aber eher abraten. Zum Einen ist es extrem teuer und zum Anderen seid ihr dann mit einem Linkslenker in einem Land mit Linksverkehr, das ist so ziemlich das Schlimmste was einem als Autofahrer passieren kann.

Ich habe mir also immer einen Mietwagen in Schottland genommen und das Land damit auf eigene Faust erkundet, ohne teure Überfahrten mit der Fähre und ewige Überlandfahrten über mich ergehen lassen zu müssen (ja, das kann auch spannend sein, ist aber eine andere Art zu Reisen).

Dazu habe ich bei Billiger Mietwagen geschaut welcher Anbieter mir einen günstigen Mietwagen in Schottland anbieten kann und habe entsprechend gebucht. Ich bin am Ende ein Mal bei Sixt und danach mehrere Male bei Avis gelandet. Ich mag es gerne, wenn ein namhaftes Unternehmen dahinter steckt und ich bin nicht darauf aus den letzten Euro zu sparen.

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Navigation

Wie auch in allen anderen Ländern, hatte ich bei meinen Reisen eine lokale SIM Karte in Schottland und habe dadurch einfach Google Maps zur Navigation genutzt. Das hat den Vorteil immer aktuelles Kartenmaterial zu haben und im Notfall auch nochmal unterwegs etwas nachschlagen zu können.

Straßenschilder in Schottland zeigen Entfernungen in Meilen

Straßenschilder in Schottland zeigen Entfernungen in Meilen

Wer lieber Offline navigieren möchte, kann sich für kleines Geld Navi-Apps auf sein Smartphone laden, zum Beispiel Skobbler für iPhone oder Scout für Android.

Fahrzeugwahl

In Schottland braucht man kein besonderes Fahrzeug, selbst im Winter und in den Highlands reicht ein normales Fahrzeug wie zum Beispiel ein Golf oder ein Passat Kombi.

Ich hatte verschiedenste Autos, vom Chevrolet Cruze Kombi über einen Vauxhall Astra bis zum Nissan Micra und kam mit allen super zurecht. Ich finde große Autos im Allgemeinen angenehmer, das kann ich aber nicht objektiv begründen. Im Nissan Micra habe ich beispielsweise ein fast einwöchige Schottland Rundreise entlang der Küste gemacht und habe nichts vermisst. Im Chevi Kombi habe ich mich bei meiner Fahrt durch die schottischen Highlands ebenfalls sehr wohl gefühlt und würde den Wagen vermutlich auch bei der nächsten Fahrt auswählen.

Versicherung

Wie in jedem anderen Land auch, gibt es in Schottland ein paar kleine Tipps im Bezug auf Versicherungen.

In Schottland – insbesondere in den Highlands – liegt viel Schotter und kleine Steine herum und so kann man sehr schnell einen Steinschlag in der Wundschutzscheibe erhalten. Viele Mietwagenverleiher wollen hier Geld verdienen und ersetzen die Scheibe im Zweifelsfall einfach komplett, Teilreparaturen wie Carglass lehnen sie einfach ab. Das ist ihr gutes Recht und daran kannst du als Mieter nichts ändern. Wenn du das Risiko als nicht eingehen möchtest, schließe eine Steinschlagversicherung ab. Die kostet meist nicht viel und man fährt entspannter.

Generell bietet es sich in Schottland an, die Selbstbeteiligung niedrig zu halten. Man fährt in einem sehr ungewohnten Umfeld (Linksverkehr) und dadurch kommt es oft zu kleinen Unfällen. Abgefahrene Außenspiegel sind absolut keine Seltenheit bei Mietwagen und das kann bei modernen Autos schnell teuer werden. 150€ sind ein exzellenter Wert für einen solchen Fall. Alles was über 500€ ist bringt euch nicht viel, denn so ein Fall kostet meist zwischen 500 und 1000€.

Schafe auf schottischen Landstraßen

Schafe auf schottischen Landstraßen

Prüft unbedingt, ob ihr in irgendeiner Form bereits Kaskoversichert für Mietwagen seid. Viele Kreditkarten bringen diese Leistung bereits ein, wie bspw. die von Miles & More.

Führerschein

Für Schottland reicht ein normaler EU Führerschein.

Je nach Mietwagenverleih können besondere Regeln gelten, wie ein Mindestalter von 21 oder mehr Jahren oder man muss den Führerschein seit mehr als 12 Monaten besitzen. Das kommt ganz auf das jeweilige Unternehmen an und ist unabhängig von der Gesetzgebung.

Fazit

Viele Tipps zum Autofahren in Schottland gibt es übrigens auf der Seite von MyHighlands. Einige habe ich euch hier zusammengefasst, Stephan hat auf seiner Webseite aber noch viele mehr und vor allem tolle Tipps rund um Schottland.

Wenn man sich anfangs ein bisschen Zeit nimmt um sich an den Linksverkehr zu gewöhnen, macht sich das später bezahlt und man wird mit unglaublichen Eindrücken belohnt. Wer Schottland auf eigene Faust erkundschaften will, kommt an einem Road Trip per Mietwagen kaum vorbei.

Das Land hat viel zu bieten und wer abenteuerlustig ist wird die Freiheit und Individualität dieser Reiseform schnell zu schätzen wissen. Ich hätte ohne diese Freiheit zum Beispiel niemals Port an Eorna, meinen ersten schönsten Ort auf der ganzen weiten Welt gefunden!

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Die beste Reisezeit für Island

Der beste Monat um nach Island zu reisen?

Für mich ist es der Juni!

Jetzt könntest du also aufhören diesen Artikel zu lesen. Aber vielleicht solltest du es doch nicht tun… 😉

Beste Reisezeit für Road Trips in Island

Die beste Reisezeit für einen Road Trip auf Island ist meiner Meinung nach zu mehreren Zeitpunkten: Zum Einen im früh- oder spätsommer – also Mai oder August – oder im frühen oder späten Winter – also im November oder März. Zu diesen Zeiten kann man alle Sehenswürdigkeiten entlang der Ringstraße in Island bestaunen.

In diesen Monaten wird man Island jeweils von der jahrestypischen Seite kennenlernen, das heißt man sieht im Sommer viel Sonne und hat lange Tage, die Blumen blühen und die Moosfelder sind grün. Sehr kurze Tage im Winter sind die Berge mit Schnee bedeckt, es ist eiskalt und die Wasserfälle ganz oder teilweise zugefroren.

Isländischer Wasserfall im Sommer

Isländischer Wasserfall im Sommer

Wer im Hochsommer nach Island kommt hat extrem lange Tage und wird vielleicht Probleme mit der (unechten) Mitternachtssonne haben. Es ist die Hauptreisezeit und die Touristen sind überall. Außerdem gibt es dann viele Mücken. Im tiefsten Winter werden Straßen oft nicht passierbar sein, Seen sind zugefroren und es gibt viele Stürme. Wer im tiefsten Winter nach Island kommt, muss sich darauf gefasst machen viele Touren nicht unternehmen zu können und sollte Alternative Pläne für Tage in Reykjavík bereithalten.

Auto fahren in Island ist zu jeder Zeit des Jahres eine gute Idee, wenn man richtig ausgestattet ist. Im Sommer reicht für einen Road Trip entlang der Ringstraße ein Kleinwagen. Wer mehr Platz braucht kann günstig auf einen Kombi upgraden. Wer in die Highlands will muss F-roads passieren und braucht ein dafür zugelassenes Fahrzeug, das sind meist SUVs und Jeeps. Während der Wintermonate würde ich immer auf ein größeres Auto setzen und um sicher durch Schnee und über eisbedeckte Straßen zu steuern ist ein Allradfahrzeug auf jeden Fall empfehlenswert!

Beste Reisezeit für den Städtetrip nach Reykjavík

Reykjavík ist das ganze Jahr über gut besuchbar und es gibt immer mehr günstige Flüge nach Island. Die Anbindung an den Flughafen ist super, Busse fahren nach jeder Ankunft und zu jedem Abflug. Wer einen Städtetrip nach Reykjavík plant, kann auch die Hauptzeiten nutzen und im Hochsommer oder im tiefsten Winter anreisen.

In Reykjavík gibt es viele Museen, Ausstellungen und generell Sehenswürdigkeiten. Man kann in der Innenstadt fantasisch shoppen und essen. Rekjavik hat viele schöne Cafés die zum gemütlichen Kaffeklatsch einladen und gute Restaurants in denen man nach dem Schlendern durch die Stadt herzhaft und gut essen kann.

Reykjavík von oben

Reykjavík von oben

Wer doch mehr von Island sehen möchte kann jederzeit Touren buchen die einen zum Whale watching, zum golden circle oder in den Süden bringen. Es gibt regelmäßig Busse die einen zur blauen Lagune bringen und je nachdem wie es weitergehen soll entweder zum Flughafen oder zurück in die Stadt.

All das geht zu jeder Jahreszeit, meine generelle Empfehlung ist der Juni, denn da sind die Chancen auf gutes Wetter hoch und die Flüge sind günstig.

Die beste Reisezeit für Nordlichter in Island

Die beste Reisezeit um Nordlicher zu sehen ist der Winter, also grob die Zeit zwischen Oktober und März. In dieser Zeit ist die Aktivität am höchsten, leider ebenso die Wolkendecke. Diese Webseite gibt euch eine Vorhersage für Nordlicher in Island und ist ziemlich gut im Bezug auf die Aktivität. Im Bezug auf die Wolkendecke gibt sie sicher gut Anhaltspunkte aber mehr sollte man in diese Zahlen nicht interpretieren!

Generell haben viele Islandreisende offenbar das Bild von ständig grünen Abendhimmeln im Winter und denken ein 1-2 tägiger Zwischenstop in Island reicht aus um die Nordlichter zu sehen während man in seinem Hotelzimmer in Reykjavík sitzt. Das mag für einige so sein, für die meisten sieht die Realität anders aus: Ich war über 30 Tage in Island bevor ich die ersten Nordlichter sah und musste dafür ziemlich genau hinsehen.

Wenn euer Hauptanliegen für die Islandreise die Nordlicher sind, plant die Reise entsprechend gut und lasst euch vielleicht nochmal von einer Agentur beraten.

Whale watching in Island zur besten Jahreszeit

Die meisten Wale reisen im Winter in südlichere Gebiete und im Sommer zurück in den Norden. Dementsprechend ist die beste Jahreszeit für eine Walbeobachtung in Island der Sommer, also die Zeit von März bis Oktober.

In dieser Jahreszeit kann man von den meisten Orten in Island aus Touren buchen, zum Beispiel direkt in Reykjavík, in Akureyri oder in Husavik. Mir war beim Whale Watching in Island sehr wichtig, die Tiere nicht zu sehr zu stören. Bei vielen Veranstaltern werden kleine und laute Boote eingesetzt die bis auf einige Meter an die Dickhäuter heranfahren, manchmal dürfen Touristen die Tiere auch berühren. Es sieht zwar nicht danach aus, aber für die Tiere kann das ein nicht unerheblicher Stress sein und es kommt oft zur Verhaltensänderungen und Krankheiten dadurch. Wenn ihr also eine solche Tour macht, haltet ein bisschen die Augen offen und wenn euch ein solches Fehlverhalten auffällt, sagt etwas und schreibt es ggf. in die Bewertung des Veranstalters.

Nachdem das gesagt ist, will ich aber anmerken dass die meisten Veranstalter in Island sehr gut sind, die Tiere gut kennen und ihre Signale und Körpersprache gut zu deuten wissen!

Frühling

Der Frühling in Island ist geprägt von Ausläufern des Winters und später von länger und sonniger werdenden Tagen. Der Frühling ist die perfekte Reisezeit um Island kennen zu lernen, also für deinen ersten Ausflug hierher.

März, April und Mai

Im März lässt der Winter Island langsam wieder los und die Tage werden sonniger, länger und angenehmer. Das heißt nicht, dass es frühlingshaft wird wie man es aus Deutschland gewohnt ist. Die Temperaturen bewegen sich meist unterhalb von 10°C und es schneit regelmäßig, besonders in den Highlands. März ist ein etwas undankbarer Monat zum Reisen Island, daher rate ich dazu lieber später her zu kommen.

Der April ist die Übergangszeit und genau wie in Deutschland extrem wechselhaft. Das Wetter rangiert zwischen Schnee und Sonnenschein, zwischen T-Shirt und Zwiebeloutfit. Der April ist der Zockermonat, für diejenigen die gerne etwas riskieren. Aus meiner Sicht gilt leider: Die Bank gewinnt immer. Deshalb würde ich lieber einen Monat später nach Island reisen…

Der Mai ist mein Lieblingsreisemonat für Island! In dieser Zeit sind die Temperaturen für mich genau richtig, die Tage sind lang aber nicht zu lang. Es regnet sehr selten und wenig. In dieser Zeit kann man alle Unternehmungen machen, die keine winterlichen Temperaturen vorraussetzen, wie whale watching in Island, den golden circle, lava caving und alle möglichen Wanderungen. Außerdem sind die Touristenzahlen überschaubar und man kann einigermaßen in Ruhe auch zu touristischen spots fahren.

Frühling in Island

Frühling in Island

Sommer

Der Sommer in Island ist eine relativ warme Reisezeit, zumindest für die einheimischen und geprägt von sehr langen Tagen. Die Sonne geht manchmal nur 4-5 Stunden unter und in dieser Zeit wird es nichtmal richtig dunkel. Die Temperaturen bewegen sind um die 15°C und es regnet weniger oft.

Juni, Juli und August

Im Juni wird es in Island immer wärmer und es bleibt immer länger hell. Der Monat läutet definitv den Sommer ein und die ersten Blumen beginnen zu blühen. Für Vogelbeobachtungen soll der Juni der beste Monat sein.

Der Juli ist Island’s wärmster Monat, und der mit den wenigsten Regentagen. Er eignet sich perfekt für Camping Trips und zum Trampen.

Im August findet der Sommer langsam seinen Höhepunkt und es bleibt weiterhin sehr warm und lange hell. Der gesamte Monat eignet sich fantastisch für alle Outdooraktivitäten und läd dazu ein die Insel mit dem Auto zu erkunden oder lange Spaziergänge zu unternehmen.

Sommer in Island

Sommer in Island

Herbst

Der Herbst als Reisezeit in Island wird von Stürmen und viel Regen dominiert, es ist eine Reisezeit für Menschen die es gerne etwas rauer haben. Es ist gleichzeitig die Saison in der am wenigsten los ist auf der Insel und in der man die größten Chancen auf ein wenig Ruhe in der Hauptstadt Reykjavík hat. Unbedingt Regenfeste Kleidung mitnehmen, wirklich regenfest!

September, Oktober und November

Im September zieht der Sommer sich langsam zurück und die Tage werden wieder kürzer, kühler und regnerischer. Diese Zeit eignet sich perfekt für diejenigen die ein wenig Risikofreudig sind und als Belohnung eine weniger touristische Reisezeit erleben möchten.

Der Oktober ist der regenreichste Monat in Island, im Schnitt regnet es jeden zweiten Tag. Es ist kühl und oft Wolkenverhangen. Die Chancen auf Nordlichter sind relativ gering. Wer allein sein will und dafür mieses Wetter gerne in Kauf nimmt, reist im Oktober nach Island!

Der November übergibt den Staffelstab an den Winter und unterstreicht das mit den ersten Schneestürmen, mit viel Regen und wenig Sonne. Dieser Monat ist für die wirklich hart gesottenen unter euch, welche die volle Island-Experience mitnehmen wollen. Wer Island im November gesehen hat, weiß wovon er spricht wenn er über das Klima in Island spricht!

Island im Herbst

Island im Herbst

Winter

Der Winter in Island ist ungefähr so, wie du ihn dir gerade vorstellst: Es ist die Reisezeit für Schneehasen und Vikinger. Wer im Winter nach Island kommt muss sich auf erschwerte Bedingungen einstellen, unter anderem Temperaturen weit jenseits des Gefrierpunkt (-20°C sind keine Seltenheit), teilweise extremer Schneefall, viel Regen und stürmische Tage. All diese Bedingungen klingen nicht annähernd so dramatisch wie sie in Island sein können, Island ist ein Land der Extreme. Stürme sind hier manchmal so stark, dass sie den Asphalt von Straßen fegen und manchmal fällt so viel Schnee das selbst die Hauptverkehrsstraßen nicht greäumt werden. Straßen werden oft geschlossen und in die Highlands kommt man nur noch mit Allradantrieb.

Dezember, Januar und Februar

Im Dezember nimmt der Winter Island fest in den Würgegriff und lässt seine Muskeln spielen. Selbst in Reykjavík wird es nun zunehmend ungemütlich kalt und die Sonne zeigt sich oft weniger als eine Stunde am Tag. Die Nordlichtaktivitäten nehmen allerdings kräftig zu und man hat hohe Chancen diese zu sehen.

Der Januar ist ebenfalls stark von winterlichen Temperaturen, Stürmen und eisigen Tagen geprägt. Er ist der kälteste Monat für eine Reise nach Island, man wird dafür allerdings mit relativ wenig touristischem Andrang belohnt. Wer die typischen Sehenswürdigkeiten in Island etwas meidet, kann vielleicht sogar mit dem Eindruck davon kommen hier ziemlich allein zu reisen.

Winter in Island

Winter in Island

Im Februar lässt der Winter nicht locker, was viele unterschätzen. In Deutschland ist dies üblicherweise die Zeit in der man steigende Temperaturen wahrnimmt und den Winter gedanklich bereits etwas hinter sich lässt. Das gilt für Island nicht! Im Februar werden auch in Reykjavík noch oft Whale watching Touren angeboten, von denen ich eher abraten würde. Die Chancen Dickhäuter zu sehen sind relativ gering, sodass man diese Touren lieber im Sommer antreten sollte. Alternativ kann man Eishöhlen erkunden, Lava caving machen oder auch mit Hundeschlitten durch Islands Highlands sausen.

Der Gullfoss im Winter

Der Gullfoss im Winter

Fazit

Wie bereits zu Anfang erwähnt ist für mich der Mai die beste Reisezeit für Island.

Generell aber kann ich nur den Ratschlag geben, zuerst im Sommer und ein Andermal im Winter herzukommen. Im Sommer lang (1-2 Wochen) und im Winter erstmal kurz (2-3 Tage). Den Winter unterschätzen viele, das sollte man sich erstmal vorsichtig anschauen.

Egal wann ihr kommt, die Reise wird nur so gut sein, wie ihr euch darauf vorbereitet. Bringt also immer regenfeste und warme Kleidung mit und mietet einen Wagen welcher der Jahreszeit und den Straßenverhältnissen angemessen ist.

Viel Spaß in Island!

Autofahren in Island: Wissenswertes und Tipps

Ein Land wie Island ist wie gemacht um mit dem Auto bei einem ausgedehnten Road Trip erkundet zu werden. Die Sehenswürdigkeiten in Island sind weit über das Land verteilt und liegen größtenteils entlang der Ringstraße.

Als ich diesen Artikel schreibe habe ich insgesamt etwas über sechs Monate auf Island verbracht und mehrere Road Trips rund um die Insel hinter mir. Hier möchte ich meine Erfahrungen im Bezug auf Verkehrsregeln, Mietwagen und Allgemeine Tipps mit euch teilen.

Update: Ich habe den Artikel im Oktober 2018 auf den aktuellen Stand gebracht 👍🏼

 

Wissenswertes und Tipps zum Autofahren in Island

Wer in Deutschland viel Auto fährt, wird sich in Island damit nicht schwer tun. Die Isländer fahren sehr entspannt, die Verkehrsregeln sind zu größten Teilen identisch mit unseren und die Verkehrsschilder sind auch ohne hiesige Sprachkenntnisse gut zu verstehen.

Ein paar Kniffe gibt es allerdings und diese haben nicht nur mit den Wetterbedingungen oder den Straßenbeschaffenheiten in den Highlands zu tun. Neben den Tempolimits und Vorfahrtsregeln gibt es ein paar Dinge zu beachten wenn man entspannt und sicher über die Insel fahren möchte.

Geschwindigkeit

Auf Island gelten im Grunde nur zwei generelle Tempolimits: In Ortschaften darf man mit einem PKW maximal 50km/h fahren. Außerhalb geschlossener Ortschaften, also auf den Landstraßen, sind maximal 90km/h erlaubt (auf Schotterpisten nur 80km/h).

Innerhalb von Ortschaften wird man oft auch Bereiche mit 30km/h sehen.

Die Isländer selbst sind sehr oft markant schneller unterwegs, was insbesondere bei miesen Straßenverhältnissen im Winter nicht selten auf Unverständnis bei Touristen stößt. Man sollte hier einfach mit Gelassenheit reagieren, die Einheimischen fahren hier jeden Tag und sind abgehärtet gegen rutschige Straßen und schlechte Bedingungen. Am besten man lässt sie einfach zügig passieren und fährt dann in eigenem Wohlfühltempo weiter.

Kreisverkehr

Eine wichtige Verkehrsregel für jeden, der in Island Auto fahren möchte:

In Island haben, bei mehrspurigen Kreisverkehren, die innen fahrenden Fahrzeuge Vorfahrt!

Das heißt, wer außen fährt muss sich nach links umschauen um zu prüfen ob ein anderes Fahrzeug den Kreisverkehr verlassen möchte. Ist das der Fall, muss man dem anderen Fahrzeug Vorfahrt gewähren und kann erst danach weiterfahren.

Straßenqualität

Die Straßen in und um Reykjavík sind asphaltiert und in guten Zustand. Im Winter leiden die Straßen allerdings sehr und können dadurch im Frühjahr Schäden wie abbröckelnde Seiten oder Schlaglöcher aufweisen. Generell empfiehlt es sich, langsam und vorausschauend zu fahren.

Eine typische Straße in Island

Eine typische Straße in Island

Die Ringstraße in Island ist größtenteils asphaltiert, wird im Winter relativ regelmäßig von Schnee geräumt und ist einfach und komfortabel zu befahren. Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass die meisten Isländer Geländewagen als Standard ansehen und diese einiges mehr vertragen, als ein Kleinwagen. Wenn du also einen Kleinwagen gemietet hast, solltest du etwas vorsichtiger fahren als in einem großen Jeep! Hier findest du weitere Tipps für den passenden Mietwagen für Island.

Viele Seitenstraßen und auch ein paar Teile der Ringstraße sind nicht asphaltiert und können getrost in der Kategorie Schotterpiste eingeordnet werden. Hier gilt 80km/h als Tempolimit, welches ebenfalls für Geländewagen zu verstehen ist. Ich rate dringend davon ab, mit einem normalen PKW diese Geschwindigkeitsvorgaben auszureizen!

Eine Schotterpiste in Island

Eine Schotterpiste in Island

Bei Vegagerdinz könnt ihr euch aktuelle Infos zu den Straßenverhältnissen holen (oder +354 1777 anrufen).

Straßen in den Highlands – Die F-Roads

Die F-Roads in Island sind Bergstraßen im Hochland. Diese dürfen nur mit Fahrzeugen befahren werden, die dafür als geeignet markiert sind. Das gilt natürlich insbesondere im Bezug auf eure Versicherung.

Die F-Roads in den Highlands von Island sind oft gesperrt, was meist wetterabhängig entschieden wird. Schnee, starker Regen und Wind können dazu führen das Passagen ganz oder teilweise gesperrt werden. Diese Sperrungen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, die Straßenwacht hier hat Jahrzehntelange Erfahrung und weiß sehr genau, wann eine Straße zu sperren ist.

Auch für die F-Roads könnt ihr euch bei Vegagerdinz über die derzeitigen Bedingungen informieren (oder +354 1777 anrufen).

Mautstraßen

Wer von Reykjavík aus die Ringstraße um Island im Uhrzeigersinn entlang fährt, wird schon nach wenigen Kilometern eine Mautstraße durch einen Tunnel vorfinden. Die Durchquerung kostet 1000 ISK und gilt für eine Richtung.

Außer dieser Strecke ist mir keine weitere Mautstraße in Island bekannt, sodass sich die Kosten hierfür sehr im Rahmen halten sollten.

Tanken

Tankstellen in Island funktionieren ähnlich wie im Rest Europas. Sie haben in städtischen Gebieten meist bis 22:00 oder sogar Mitternacht geöffnet und meist haben sie kleine bis mittlere Shops integriert.

An der Zapfsäule findet ihr Normalbenzin, Super (manchmal auch SuperPlus) und Diesel. Diesel ist in Island teurer als Benzin, durch den geringeren Verbrauch fährt man mit einem Mietwagen mit Dieselmotor aber meist immer noch etwas günstiger als mit dem vergleichbaren Benziner.

Ein wichtiger Unterschied ist bei den unbemannten Tankstellen zu beachten. Diese finden sich in abgelegenen Gebieten und können mit Prepaid Karten (bei N1 bspw.) oder mit Kredikarten (mit PIN) genutzt werden. Die Menüs dieser Tankstellen sind oft nur in isländisch und man muss sich durchkämpfen. Es empfiehlt sich aber auf jeden Fall eine Tankkarte in Reykjavik zu kaufen und eine solche Zapfsäule mit der eigenen Kreditkarte zu testen während man in Reichweite von Locals ist. So ist man für den Ernstfall gut vorbereitet.

Sehr hilfreich ist ist diese Webseite zum Finden von Tankstellen in Island und auch in der Island App findest du Tankstellen und kannst dich sogar direkt dorthin navigieren lassen.

Die Island App

 

Parken

Auch wenn es so aussieht: Man darf in Island nicht überall wild parken!

Insbesondere im Winter habe ich folgendes oft beobachten müssen: Touristen fahren an Sehenswürdigkeiten entlang und fahren einfach mitten auf der Straße rechts ran um Fotos zu schießen. Das ist falsch und vor allem sehr gefährlich: Nachfolgender Verkehr muss darauf reagieren und insbesondere bei schlechten Straßenverhältnissen (Schnee, Schotter) kann das schnell gefährlich werden. Deshalb sollte man immer ausgewiesene Parkplätze für Fotoaufnahmen anfahren.

In Reykjavík bspw. darf man auf der Haupteinkaufstraße –  Laugavegur – überhaupt nicht parken. Die Polizeit verteilt hier regelmäßig Knöllchen!

Außerdem ist das Parken vor Feuerhydranten verboten, die auffällig gelbt/rot gekennzeichnet sind. Außerdem ist das Parken vor und nach Bushaltestellen verboten (20m) und das Parken im Bereich von Kreuzungen und Straßeneinmündungen (10m).

Parkhinweise sind auf der Straße durch gelbe Linien gekennzeichnet. Auf einer unterbrochenen Linie darf angehalten, aber nicht geparkt werden. Auf einer durchgezogenen gelben Linie gilt absolutes Halteverbot.

Generell sind aber verhältnismäßig viele Parkplätze vorhanden, sodass man nicht in die Verlegenheit kommen dürfte, irgendwo nicht parken zu können.

Doppelte Ampeln

Da ich es aus Südafrika gewohnt bin, ist es mir ehrlich gesagt nie wirklich aufgefallen und mich hat ehrlich gesagt auch noch nie jemand gefragt. Im Alltag habe ich es aber doch ab und zu mitbekommen und deshalb hier ein kurzer Nachtrag zu den doppelten Ampeln. Die findet man nicht an jeder Ecke / Kreuzung aber an einigen eben doch: Es gibt eine Ampel an der Stelle an der das Auto stehen soll und eine an einer Stelle wo man sie ggf. gut sehen kann. Das hilft einfach, wenn man mal ein paar Meter zu weit gefahren ist, denn man muss nicht zurücksetzen sondern kann die Backup-Ampel im Auge behalten. Manchmal sind die Leute dann verwirrt und je nach Verkehrsführung kann es schnell mal passieren, dass man nicht an der eigentlichen sondern an der zweiten Ampel hält. Außerdem sind die Leute oft verwirrt wenn sie bei Grün abbiegen, die Backup-Ampel dann aber schon rot anzeigt und bleiben dann vor dieser stehen. Das ist wirklich nicht gut, denn oft versperrt man dann anderen den Weg, daher bitte vorsichtig sein und versuchen immer an der richtigen Stelle zum Stehen zu kommen.

Mietwagen buchen

Für die meisten die naheliegendste Option dürfte die Buchung eines Mietwagen für die Islandreise sein. Neben vielen lokalen Anbietern gibt es natürlich auch große, internationale Anbieter aus Europa und den USA.

Den passenden Mietwagen für Island zu buchen ist kein Hexenwerk. Im Laufe der Jahre habe ich nun schon so gut wie alle Optionen getestet: Die Suche bei Vergleichsseiten, buchen bei dem Mietwagenunternehmen bei dem ich bereits einen hohen Status habe, lokale Anbieter von günstig bis teuer.  Bisher fuhr ich mit allen Optionen gut und kann mich nicht beschweren. Der Service war immer gut, die Autos jeweils top gepflegt und der Kontakt immer freundlich.

Einzig im Preis unterschieden sich die Optionen. Teilweise gewaltig! Um den günstigsten Mietwagen in Island zu finden nutze ich heute am liebsten Vergleichsseiten. Dabei greife ich vor allem auf die Dienste von Billiger Mietwagen* und GuidetoIceland* zurück. Beide waren für mich verlässliche Partner beim Buchen von mehreren Fahrzeugen, vom Klein- bis zum Geländewagen, sie listen sowohl größere Ketten von Vermietern als auch lokale Anbieter und helfen nicht nur dabei den günstigsten Anbieter zu finden, sondern auch ein passendes Versicherungspaket und sonstige Zusatzleistungen.

Ein kleiner zusätzlicher Hinweis: Ich versuche immer so früh wie möglich zu buchen, günstiger wird es meistens nicht mehr und außerdem zahle ich immer sofort. Manche Unternehmen bieten an, erst vor Ort zu zahlen: Das ist meist teurer. Es kann hier und da Sinn machen, den Wechselkurs im Auge zu behalten: In den letzten Jahren war die Krone sehr stabil im Wert, letztlich gibt es aber immer mal wieder Schwankungen von 10% und mehr.

Mein Mietwagen für den dersten Road Trip in Island

Mein Mietwagen für den ersten Road Trip in Island

Navigationsgerät für Island?

Ich habe auf ein extra Navigationsgerät für meine Mietwagen in Island immer verzichtet und habe mir lieber eine lokale SIM Karte für mobiles Internet in Island gekauft. Damit kann ich unterwegs online sein und Informationen besorgen wenn ich sie brauche sowie Google Maps zur Navigation benutzen.

Wer lieber Offline navigieren möchte, kann sich für kleines Geld Navi-Apps auf sein Smartphone laden, zum Beispiel Skobbler für iPhone oder Scout für Android.

Allrad oder Jeep?

Die Fragen ob man ein Allradfahrzeug anmieten sollte muss jeder anhand seiner Reiseroute selbst beantworten.

Wer im Sommer die Ringstraße umrunden will, kann jede Art von PKW anmieten. Ein Allradwagen ist nicht nötig.

Wer im Sommer in die isländischen Highlands reisen möchte, braucht ein dafür zugelassenes Fahrzeug. Ein kleiner PKW mit Allradantrieb kann diesen Zweck erfüllen. Für Flußüberquerungen und höhere Lagen (>1000m) sollte man sich einen ordentlichen Jeep mieten und wissen wie man diesen bedient.

Wer im Winter in Island unterwegs ist, sollte zuerst über die eigenen Grenzen nachdenken. Bei einem Kleinwagen ohne Allradantrieb dürften diese bei den meisten Fahrern im Innenstadtbereich liegen. Ein Allradantrieb bringt einen in’s Umland, aber ein großer Jeep noch lange nicht in die Highlands.

Fragt euch, was ihr euch zutrauen möchtet und könnt und wählt darauf basierend ein Fahrzeug welches dieses Vorhaben möglichst komfortabel und sicher unterstützen kann. Wenn ihr euch unsicher seid, schreibt mir hier gerne einen Kommentar und ich versuche euch zu helfen!

Island mit dem Camper / Campervan erkunden

Mittlerweile eine der beliebtesten Arten das Land zu entdecken: Island mit dem Campervan bereisen. Ich habe so eine Reise im April 2018 unternommen und muss sagen, es hat durchaus was (quasi) überall sein „Zelt“ aufschlagen zu können. Man ist war verpflichtet offizielle Campingplätze anzusteuern und nicht einfach wild irgendwo am Straßenrand zu campieren, da es aber mehr als genug davon gibt ist das gar kein Problem.

Ich war im Winter unterwegs und durch die Standheizung wurde mir nie kalt: Der Van ist die ganze Nacht über schön warm. Das hat uns vor allem beim betrachten der Nordlichter in Island gut gefallen, denn wir sind an mehreren Abenden einfach dahin gefahren, wo man sie am besten sehen konnte und haben für einige Stunden unser Lager dort aufgeschlagen. Bei einer Tasse warmer Schokolade konnten wir aus dem Fenster sehen wenn die Aurora zu tanzen begann und rausgehen um die Kamera anzuwerfen.

Das Hochland ist mit den meisten Campervans tabu: Sie sind absolut nicht dafür geeignet und verfügen meist nicht über den nötigen Allradantrieb. Es gibt ein paar Anbieter für hochlandfähige Camper und Wohmobile. Auf der Ringstraße ist das Fahren mit Wohnmobilen und Campervans überhaupt kein Problem. Man sollte sich nur der Größe des Gefährts bewusst sein: Bei starken Winden, wie sie vor allem an Islands Südküste und im Norden Islands nicht selten sind. Man sollte immer in den Wind hinein parken, sodass z.B. die Türen beim Öffnen nicht vom Wind erfasst und aus der Angel gedrückt werden. Außerdem sollte man vor dem Abstellen für die Nacht einen Blick durch die nähere Umgebung schweifen lassen: Sind hier irgendwelche Gegenstände die bei starkem Wind gegen den Wagen geschleudert werden können? Gibt es viel Sand und kleine Steinchen? Steht der Wagen vielleicht unter einem Baum oder bei großen Sträuchern?

Wer das alles beachtet wird mit einem Wohnmobil oder Camper in Island viel Spaß haben!

 

Versicherung

Ein wichtiges – vielleicht das wichtigste – Thema beim Mietwagen für Island ist die Versicherung. Die meisten Anbieter beinhalten im Standardumfang eine Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung, mit vielen kleinen Ausnahmen und hohen Selbstbeteiligungen.

In den meisten Fällen sind in diesen Standardpaketen folgende Schadensfälle von der Versicherung ausgenommen:

  • Steinschläge (Lack und Scheiben)
  • Reifenschäden
  • Ascheschäden

Diese Sonderfälle lassen sich die Mietwagenanbieter in Island gerne gesondert bezahlen, jeweils im Bereich zwischen 10-20€ pro Tag. Hier kommen schnell große Summen auf.

Ich kann und möchte hier keine Empfehlung geben, welche Versicherung man nehmen sollte und welche nicht. Das muss jeder nach eigenem Sicherheitsbedürfnis beurteilen. Ich habe meinen ersten Road trip entlang der Ringstraße Islands mit einem rundum versicherten Auto gemacht und hatte den Kopf frei: Was auch immer passiert wäre, meine Selbstbeteiligung lag bei 150€ und in keinem Fall hätte ich mehr als das zahlen müssen. Ich habe auch Fahrten mit keinerlei Zusatzversicherung und 3000€ Selbstbeteiligung gemacht und habe mich dabei sehr unwohl gefühlt.

Prüft unbedingt, ob ihr in irgendeiner Form bereits Kaskoversichert für Mietwagen seid. Viele Kreditkarten bringen diese Leistung bereits ein, wie bspw. die von Miles & More.

Winterreifen

In der Zeit von Oktober bis April solltet ihr dringend auf Winterreifen bestehen, alles Andere ist grob fahrlässig!

Normale Winterreifen sind ausreichend um die asphaltierten Straßen zu nutzen, wenn diese geräumt sind. Mehr Sicherheit bieten euch Winterreifen mit Spikes, diese sind aber eher selten bei Mietwagen zu finden.

Im Sommer, also von Mai bis September sind die meisten Autos mit Sommerreifen ausgestattet. Solltet ihr vor haben mit eurem Wagen in die Highlands zu reisen, fragt bitte euren Mietwagenverleiher ob die Reifen dafür geeignet sind und erkundigt euch wie die Verhältnisse in den Höhenlagen sind!

Führerschein

Der EU Führerschein ist ausreichend um einen Wagen in Island anzumieten. Nehmt diesen und euren Personalausweis oder Reisepass mit zum Mietwagenverleih, wenn ihre den Wagen abholt.

Ein Internationaler Führerschein wird für Island nicht benötigt.

Fazit

Für mich ist ein Mietwagen auf Island unerlässlich um die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Auch wenn dies nicht die günstigste Art zu Reisen ist, bietet sie meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit das Land so zu entdecken wie man es selbst entdecken möchte.

Wer sich an die Regeln hält, innerhalb der persönlichen Grenzen fährt und die oben genannten Tipps befolgt wird eine tolle Zeit auf Island haben und die Freiheit genießen dieses wunderschöne Land individuell entdecken zu dürfen.

Gute Fahrt!

 

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